Jeden Donnerstag haben die Leute hier die Möglichkeit, das Sportabzeichen zu machen - bzw. Montag und Donnerstag: Montag die Wurf- und Sprungdisziplinen, und am Donnerstag jede Woche wird gesprintet und 3000 m gelaufen.
Da es leider nur diese kurze (100 m) Sprint-Tartanbahn gibt, sind 500 m auf der Straße markiert, und wir mussten 6 x hin- und herlaufen um auf 3000 m zu kommen. Daher möchte ich auch jede Woche dabeisein, wenn es sich von den Arbeitszeiten einrichten lässt; alleine dort zu laufen ist etwas dämlich.
Erst sind wir gesprintet, jeweils zu zweit. Die andere Frau und ich haben uns für einen Tiefstart (obwohl es keine Startblöcke gab) entschieden, und ich bin beim Start total verzögert losgelaufen. Während eines Sprints denke ich immer "Verdammt, ich kann überhaupt nicht sprinten, wie bewege ich mich denn grad hier?!" - das ist einfach Übungssache bzw. auch eine Kraftsache (habe Muskelkater in den seitlichen Bauchmuskeln). Es waren dennoch 16,5 Sek..
Dann ging es zu den 3000 m. Frauen in meinem Alter müssen für die Klassifikation "Gold" beim Sportabzeichen 18:10 Min. schaffen. Wie bitte 6 Min./km?? Ein Witz, oder? Nun gut. Ich rechnete mir aus, dass ich so um die 13 - 14 Min. laufen würde und wollte.
Nach jedem km bekam ich eine Ansage, so mag ich das. Es erstaunte mich schon etwas, den ersten km in 4:08 gelaufen zu sein. Beim 2. war ich bei 8:20 und schaffte die 3000 m insgesamt in 12:58 Min. - das sind 13,9 km/h bzw. 4:19/km. Beim 5,4-km-Lauf war ich mit 4:35/km dabei. Ich bin damit sehr zufrieden und sehe dennoch Steigerungspotential! Nicht zu vergessen, dass die Wendungen ja auch Zeit gekostet haben. Das nächte Mal peile ich für die 3000 m 12:30 an.
Was mein Essen angeht, habe ich vorgekochte, eingeschweißte Rote-Bete-Knollen für mich entdeckt. Ich hatte ja früher auch mit Rote-Bete-Saft experimentiert, doch finde ich es wahnsinnig schwer, ihn zu trinken. Irgendeine Abneigung ist da, auch wenn ich ihn geschmacklich durchaus ok finde. Zu essen finde ich das ganze Gemüse aber viel leichter. Außerdem sind "sugary roots" bei der PHD angesagt. Gestern hatte ich mir mal wieder ein Steak gegönnt - 200 g aus der Hüfte - und dazu wollte ich mal was anderes machen. So habe ich Kartoffelstreifen gedünstet und anschließend mit etwas kleingeschnippelter Gewürzgurke angebraten, dann die ebenfalls kleingeschnittene rote Bete dazugegeben. Das Steak habe ich nur kurz angebraten und dann im Backofen weitergaren lassen - so perfekt habe ich es noch nie hinbekommen! Das werde ich jetzt immer so machen. Das Timing war auch perfekt. Die Menge ebenfalls, obwohl ich erst dachte, dass es ganz schön viel sei. Aber bei nur 3 Mahlzeiten am Tag müssen die Portionen schon relativ groß (und auch gut aufgefettet) sein, damit ich satt und zufrieden werde und auch Leistung bringen kann. Immerhin muss ich ja auch körperlich arbeiten.
Und heute werde ich ein Süppchen aus Kartoffeln, Süßkartoffel, Möhren und roter Bete machen. Die Bete püriere ich evtl. nicht mit, sondern gebe sie nach dem Kochen der anderen Gemüse einfach in Würfeln dazu. Und Eiweiß? Hm, vielleicht hole ich mir schöne Nordseegarnelen als Einlage. Mjamm.