Freitag, 6. November 2015

Achillessehnenprobleme und andere Ergebnisse des Sommers

So, das Ding mal wiederbeleben...!! Schließlich gibt es ja auch was zu berichten und zu zeigen.

Ich hätte zwar nie damit gerechnet, doch gerade in den schönsten Sommermonaten (Juli/August) musste ich mein Laufen auf nahezu null herunterschrauben - Achillessehnenprobleme! FUCK!

Die kamen m.E. von meinem eh etwas hohen Tonus (gerade auch in den sehr starken Waden), und ich habe länger nicht/s mehr gedehnt, was für solche schmerzhaften Probleme natürlich förderlich war... 

Aber ich habe es mit dehnen, Silicium, Artoflex und Aminosäuren wieder hinbekommen. Außerdem wie immer: Techniktraining! Bin ja von jeher Autodidaktin gewesen und ich verbessere mich technisch immer noch, schaue mir ja auch immer viele Videos von Spitzenläufern an... 

Zwar wollte ich mehr filmen bzw. filmen lassen, aber da wir ja gerade in der Saison sehr viel arbeiten bzw. selten gleichzeitig gut nutzbare Freizeit haben, ist nur einmal dieses kleine Technikvideo auf Norderney entstanden, welches ich allerdings erst gestern gebastelt habe:



Im Oktober klappte es dann immerhin für einen Nachmittag mit traumhaftem Wetter und den vorletzten Baltrumlauf der Saison ist mein Mann auch mit dem MTB mitgefahren und hat gefilmt. Da hatte ich übrigens wieder einen super Lauf trotz Gegenwind. Beides festgehalten hier:




Die Technik im Norderney-Video ist annähernd perfekt, aber da laufe ich auch nur ganz kurz in Jeans hin und her (vielleicht die bessere Lauftight? ;D). Aber im anderen Video sieht man, dass ich zuviel Auf-ab-Bewegung habe, welche durch zu wenig Hüftrotation kommt. Auch könnte die Hüfte ruhig noch gestreckter sein beim Abdruck (= längerer Schritt), was mit mehr Rotation sicher auch automatisch etwas verbessert wird. Aber dafür werde ich auch wieder dehnen.
Es hat sich sooo viel verbessert! Ich hatte früher so stark verspannte Waden, dass ich dachte, sie platzen bei bloßer Berührung, so weh taten die. Jetzt ist alles locker weil ich nicht mehr so falsch laufe. Natürlich laufe ich auch nur noch wenig auf harten Böden... 
Aber nun weiß ich auch, dass der Hintern und die Beinbizepse die eigentlichen Laufmuskeln sind. Hintern gibt Schub nach vorne, Beinbizepse heben das Bein an, also eine eher passive Laufbewegung, die mit der Schwerkraft arbeitet - bei einem korrekten "Lean" aus den Sprunggelenken heraus. Oberschenkel, Waden, Füße - all das ist bei einem guten Laufstil nur marginal weil als Stütze beteiligt, daher sind diese Muskeln bei den Profis auch immer schlank. 

Ein bisschen zuviel Overstriding ist es mir allerdings in dem längeren Video noch. Also mehr mit dem Ar*** arbeiten :D In der Tat hatte ich einen Techniklauf, in dem ich das Problem angegangen bin und siehe da, sofort leichten Muskelkater im Gluteus danach gehabt. Umsetzung klappt also wie eigentlich immer bestens. 
Nur gerade ist mein Ohr etwas dicht, daher habe ich auch Zeit zum Bloggen - sonst wäre ich sicher schon am Strand zum Laufen. Der Winter wird sicher super und in der nächsten Saison knacke ich hoffentlich wieder die 23 Min. (14 km/h) auf der Wettkampfstrecke.

Sonntag, 7. Juni 2015

Lotti läuft

Es läuft momentan ganz gut! 

Meine Zeiten beim wöchentlichen Baltrumlauf werden mit jedem Mal schneller, obwohl ich nicht so oft trainiere, wie ich an sich möchte. 

Vergangene Woche war ein toller Lauf, es traten 7 Männer, 1 Jugendlicher und 2 Kinder mit mir an. Wir hatten recht starken Südwestwind und ich hatte eine perfekte Vorbereitung:

  • morgens eine Eisenkapsel 
  • 2 Std. davor das letzte Essen abgeschlossen, sichergegangen mit je 2 Enzym- und Magensäurekapseln
  • 5 g Arginin genommen 
  • ordentlich hydriert in den Stunden zuvor 
  • 15 Min. vorher ein Kaffee mit etwas Zucker 
  • nicht zu warm angezogen 
  • fast eine Woche nicht trainiert (haha) 

Einen Mitstreiter kannte ich bereits vom letzten Jahr und wusste in etwa, wie schnell (schneller als ich in jedem Falle) er sein würde (um die 20 Min. auf den 5,35 km). 

Umso mehr wunderte ich mich, dass er mir auf dem ersten Kilometer nicht wegrannte; wir liefen anfangs nebeneinander und ich dachte noch, ok, traben wir halt nicht ganz so schnell los ;D 

Später sagte er, wir seien den 1. km in 3:37 Min. gelaufen - so viel zu meinem Tempogefühl :D 

Wir hatten super Rückenwind auf der ersten Hälfte der Strecke und ich fühlte meine Beine nicht negativ, also war ein starker Tag! 

2 weitere Läufer waren etwa 15 m hinter mir. Bei so einem Abstand stellt sich immer die Frage, kann ich sie ab der Mitte (erster Untergrundwechsel auf Sand/Gras) distanzieren oder breche ich ein und überholen sie mich... es folgen 3 weitere Untergrundwechsel, welche ich je nach Tagesform schon mal sehr anstrengend finde, was den anderen nicht anders ergeht.

Nach ca. 2 km kam eins meiner Lieblingslaufstücke auf dem Ipod und ich lief noch ein kleines bisschen schneller :) 
Im Heuweg, welcher nach Norden geht, fühlte ich mich weiterhin sehr stark und ich konnte die 2 hinter mir ein wenig weiter distanzieren...
Die Atmung war ruhig, der Schritt rund und flüssig. Das wieder gepflasterte Ende der Rennstrecke von ca. 400 m und leichtem Anstieg war wie immer hart, aber ich gab alles und lief in 23:04 Min. (13,9 km/h) ins Ziel und war auch schnell erholt.
Dass es gut lief, hatte ich gemerkt, aber mit der zweitbesten Zeit auf der Strecke überhaupt seit 2 Jahren hatte ich nicht gerechnet!

Ich wurde zweite, die Reihenfolge änderte sich um mich nicht mehr.


Vorgestern gab es 5 30-20-10-Intervalle am Strand, die ja zur Temposteigerung sehr effektiv sind. Leider war ich nach gesamten 45 Min. platt (Mega-Muskelkater, Überanstrengung oder gar Zerrungen riskiere ich einfach nicht) und bin die 2 km die noch übrig waren, langsam nach Hause gegangen. Es war noch früh und ich hatte für die Anstrengung nicht ausreichend gefrühstückt. 



Samstag, 18. April 2015

Fettsucht und das Fett

Ich hatte so schön abgenommen und, kaum etwas fettreicher gegessen (ok, "etwas" ist untertrieben... das andere Klima nun wieder verführt aber auch dazu), schwupps, 3 - 4 kg wieder drauf. Dazu wieder die übliche Leier (gelber, klebriger Stuhl trotz Nortase und Magensäurekapseln, Fresssucht). 

Da ich mir ja ernährungstechnisch die letzten ~ 12 Jahre sehr viel erarbeitet habe, habe ich natürlich nicht jedes Thema ständig präsent im Kopf... Thematiken rücken in den Hintergrund, vor allem, wenn man merkt, dass es das (allein) nicht zu 100 % ist (z.B. bei mir die Histaminintoleranz). 

Der Magensäuremangel scheint es bei mir auch nicht allein zu sein, ebenso verdaue ich das Fett nicht gut... Vielleicht auch ein Gallenblasenproblem. 

Magensäurekapseln nehme ich nach wie vor und momentan auch wieder Nortase, welches allerdings sehr teuer ist und was ich nicht ständig nehmen möchte. Interessant ist, dass ja auch fettverdauende Enzyme drin sind, aber ich offenbar dennoch im Darm ein Problem mit dem Fett habe... Das schiebe ich aber erstmal auf den Candida, der ja bei mir auch während einer LCHF-Ernährung nachgewiesen wurde; die Kohlenhydrate sind es also nicht! Es ist tatsächlich das Fett, wie auch die 801010-Szene behauptet (Freelee sei z.B. auch ihren Candida mit 801010 losgeworden). Tatsächlich blüht er bei mir auf, wenn ich mehr Fett esse (vor allem dann in Verbindung mit KH).

Ich habe gesündigt. Mit Milchprodukten ;D 
Aber ich muss auch immer wieder austesten... Ich vermutete immer ein Problem mit der Verdaulichkeit von Casein, nicht so sehr mit der Laktose (weil ich Whey auch gut vertrug). Aß ich (normalen, also fettreichen) Käse, hatte ich sofort am nächsten Tag verstopfte Ohren. Bei einer Tafel weißer Schokolade (der besten natürlich, mjamm-mjamm, soooo gut!) war das viel weniger der Fall (obwohl die auch nicht totaaaal fettarm ist)!
(Die Sorte "weiße Mango Cocos" von Vivani ist übrigens auch nicht zu verachten.)

Und bei körnigem Frischkäse, dem ich momentan etwas verfallen bin, ist es bisher (die letzten 3 oder 4 Tage je einen Becher) bisher noch gar so... 

Kaum habe ich also die Kurve wieder gekriegt, sprich esse fettarm, wiege ich am nächsten Tag 1,5 kg weniger! Außerdem habe ich am Tag mehr Energie, kann besser arbeiten, bin wärmer, fühle mich besser und wacher. Die Tage vorher musste ich mittags eine Stunde schlafen, so fertig war ich. 
Und das war gestern definitiv anders, und das, obwohl ich um kurz nach halb 7 angefangen hatte. 


Den ersten Baltrumlauf bin ich auch schon gelaufen, in 24:31 (etwas über 13 km/h) bei Westwind, der auf dem Rückweg der Runde ganz schön gebremst hat. Letzte Woche war niemand da (momentane Touri-Flaute hier) und so ging ich alleine eine größere Runde (noch etwas größer als einmal rum) laufen, bei viel zu viel Wind wieder mal.