Freitag, 25. November 2011

REZEPT: Eiskonfekt

Zutaten:

  • 160 g Kokosöl, naturbelassen
  • 50 g Süßrahmbutter
  • 1 Tafel (100 g) Schokolade, mind. 70 % Kakaogehalt
  • Süßstoff (optional)
  • Vanille (optional)

Die Zutaten in der angegeben Reihenfolge im Wasserbad schmelzen. Nicht zu heiß werden lassen! Ggf. Süßstoff und Vanille unterrühren, das Ganze in Förmchen füllen (ich nehme Mini-Muffinformen aus Silikon) und im Kühlschrank fest werden lassen und dort auch aufbewahren.

Man kann die Anteile Butter/Kokosöl auch verändern, mit mehr Butter werden sie allerdings weicher, schmecken aber auch mehr nach Milchschokolade.


REZEPT: Teekuchen

Es ergab sich, dass ich einen Nicht-Marmorkuchen backte ;D
...und ihm Kürbiskerne und ein paar Gewürze in homöopathischen Mengen zufügte.

Heraus kam ein Kuchen, der an Brot erinnerte, wenig süß war und, in Scheiben geschnitten und dick mit Butter bestrichen, hervorragend zum Nachmittagstee (ich trinke gerne grün und schwarz gemischt) passte.


Zutaten:

  • ca. 160 g Mandelmehl, teilentfettet
  • 3 Eier
  • Wasser
  • 100 g geschmolzene Butter
  • 30 g Erbotin
  • 5 TL Chrysanova
  • Kürbiskerne
  • 1 TL Kardamom
  • etwas Vanille und Lebkuchengewürz


Alles zu einem Teig vermischen (es ist vorteilhaft, die trockenen Zutaten stets erst zu vermengen), in eine gefettete Kastenform geben und bei 125 °C 2 Std. backen, bis der Kuchen außen goldbraun ist.

Das Erbotin ist stets optional. Ihr könnt es einfach weglassen oder auch stattdessen ein wenig mehr Mandelmehl nehmen.

REZEPT: Eintopf (vegetarisch, nicht low carb)

Man bereitet alle Zutaten vor und wirft alles in einen Kochtopf, der mit Wasser gefüllt ist. Das, was am längsten dauert, zuerst und dann nacheinander je nach verbleibender Kochzeit alles andere. Ganz zum Schluss kommen dann etwas Butter und die Gewürze ran. Kocht man (vorher rohe) Hülsenfrüchte mit, gibt man das Salz erst zum Schluss dazu, da sie anderenfalls nicht weich werden.

Dieses Essen sieht sehr gut aus und duftet auch sehr gut. Offenbar schmeckt es auch sehr lecker! Es ist recht schnell, einfach und kostengünstig. 

Wenn man Hülsenfrüchte dazunimmt, so sollte man beachten, dass es optimal ist, sie einen Tag vorher einzuweichen (Kochzeiten gelten für eingeweichte Hülsenfrüchte).


Kochzeiten und Vorbereitung: 

  • Kichererbsen (1 Tag eingeweicht, dann gut abgespült) 1 Std.
  • Augenbohnen (1 Tag eingeweicht, dann gut abgespült) 1 Std.
  • Mungbohnen (1 Tag eingeweicht, dann gut abgespült) 30 - 40 Min. 
  • Linsen (1 Tag eingeweicht, dann gut abgespült) je nach Sorte 20 - 30 Min.
  • Amaranth (heiß abspülen) 30 Min. 
  • Quinoa (heiß abspülen) 30 Min.
  • Kartoffeln (schälen und in Stücke schneiden) 20 Min. 
  • Broccoli (waschen und zerteilen) 17 Min. 
  • Möhren (waschen, ggf. schälen und in Scheiben schneiden) 17 Min. 
  • Parboiled oder Basmati-Reis (abspülen) 15 Min. 
  • TK-Erbsen 13 Min. 
  • Nudeln 12 Min. 
  • TK-Blumenkohl 10 Min. 
  • TK-Broccoli 10 Min. 
  • (geschälte) Hirse (heiß abspülen) 10 Min.  
  • Paprika (waschen und in Stückchen schneiden) ca. 10 Min.  
  • Süßkartoffeln (waschen oder schälen und kleinschneiden) 8 Min.
  • glutenfreie Nudeln von Seitz 8 Min.
  • TK-Spinat 4 Min. 
  • Dosengemüse und -hülsenfrüchte wie z.B. grüne Bohnen, Erbs-Möhren, Kidney-Bohnen und weiße Bohnen abspülen und am Ende untermengen

Dann die Gewürze, ich schreibe meine etwaigen Mengen (mittelgroßer Topf sehr voll) in Relationen dazu: 
  • Steinsalz (1,5 TL)
  • braune Senfsamen (1 - 2 TL)
  • Ingwer, frisch und gerieben oder kleingeschnitten, oder als Pulver (1 EL bzw. 1 TL)
  • 1 Knoblauchzehe  
  • Zwiebel 
  • Kreuzkümmel (2 TL)
  • Koriander, gemahlen (2 TL)
  • Nelken, gemahlen (1/4 TL) 
  • Asafötida (1/4 TL) 
  • Chili (je nach Schärfe, 1/2 TL) 
  • Kurkuma (1 TL)

Die Gewürze sind im Grunde optional. 
Man kann die Gewürze in Fett (z.B. Ghee) anschwitzen, also eine Masala herstellen. Bei der Masala-Methode muss man die Reihenfolge beachten (Salz natürlich nicht mit ins Fett geben! - ganze Samen immer als erstes (Senfsamen, Kreuzkümmel), dann Koriander, Nelken, Asafötida. Kurkuma mitkochen oder ganz am Schluss zugeben. Pfeffer ist hitzeempfindlich (verliert Aroma beim Kochen) und wird daher auch am besten zum Schluss übers Essen gegeben, genau wie Petersilie (frisch oder TK). 

Je nach gewählten Zutaten hat man mehr oder weniger Arbeit. Wer möchte, legt sich auf dem Teller noch eine Scheibe Käse drüber. Guten Appetit! 




Kartoffeln, Hirse, weiße Bohnen, grüne Bohnen, Paprika, Blumenkohl, Möhren



REZEPT: Paleo-Pizza

Zutaten:

  • ca. 125 g Hackfleisch
  • 2 Eier  
  • 70 g Mandelmehl, teilenfettet
  • ca. 1 TL Natron 
  • 20 g Erbotin
  • Zwiebel, ca. 50 g
  • Paprika, ca. 50 g
  • Artischocken, eingelegt
  • Tomaten
  • Käse
  • Broccoli
  • Ghee oder anderes Bratfett
  • Knoblauch
  • Kräuter der Provence
  • Salz
  • Chili
  • Pfeffer


Dünstet den Broccoli ca. 16 Min.

Für den Pizzaboden vermengt Mandelmehl, Erbotin, Natron, eine halbe gepresste Knoblauchzehe, Eier und etwas Wasser. Legt eine kleine Springform mit Backpapier aus, fettet die Seiten und streicht den Teig dünn darauf und backt ihn ca. 20 Min. bei 125 °C.

Derweil gebt das Hack in eine Pfanne mit Fett, dazu die Hälfte der Zwiebeln (kleingeschnitten) sowie die Paprika (ebenfalls kleingeschnitten). Wenn es gerade eben durchgebraten ist, nehmt es vom Herd, presst die andere halbe Knoblauchzehe dazu, schneidet einige eingelegte Artischocken klein und fügt sie zu, gebt auch die Gewürze und ein paar Broccoliröschen hinzu und verrührt alles gut.

Wenn der Boden fertig ist, löst die Springform und verteilt dann die Hackmasse auf dem Boden. Darüber legt die Hälfte der Zwiebel in Ringen sowie die Tomatenscheiben. Das Ganze kann dann noch mit Käse belegt werden (Gouda eignet sich sehr gut, schmeckt gut und ist laktosefrei).

Dann überbackt die Pizza nochmals bei ca. 150 °C für ca. 15 Min. - bis der Käse gut geschmolzen ist.

Guten Appetit!


Samstag, 19. November 2011

Mal wieder dies und das...

Ich habe den "Aminosäurenplan" noch nicht umgesetzt. Ich schiebe das erstmal auf...
Es scheint mir momentan nicht praktikabel, und außerdem habe ich die Bude voll mit Vorräten, wie es so meine Art ist ;)
Diese sind teilweise nicht ewig haltbar.

Dann merke ich auch, dass ich mit gekochtem Gemüse einfach zu kämpfen habe. So eine Suppe zieht sich stets über viele Tage bei mir hin. Ich kann so große Mengen Cellulose nicht essen, ich bin keine Kuh. Ich merke dann eine deutliche Abneigung. Das kann es ja wohl nicht sein. Mein Verdauungstrakt ist mehr für kompakte, kleinvolumige, aber energiereiche Nahrung wie Fett und Eiweiß ausgelegt...
Interessant ist aber, dass ich rohe Gurke und Paprika sehr oft esse. Das sind aber auch Fruchtgemüse, damit leichter verdaulich und wahrscheinlich etwas weniger faserreich als Möhren, Broccoli und Co.


Diese materielle Zeit gibt einem immerhin die Möglichkeit, alles auszuprobieren, was toll ist. Aber man muss sich eben für eins zur Zeit entscheiden. Momentan ist es wieder gemischt bei mir, also fett- und eiweißreich, aber auch wieder mit mehr Obst (hauptsächlich eben Granatäpfel). Von den Granatäpfeln esse ich meist 3 Stück am Tag.

Die letzte Woche war etwas sportmau, da ich erst Donnerstag damit angefangen habe, morgens vor der Arbeit laufen zu gehen. Das war auch nicht schlechter als sonst (spät nachmittags) - von der Leistungsfähigkeit. Komme ich nachmittags nach Hause, will ich aber immer erstmal was essen und mich dann noch kurz ausruhen. Ja, und dann ist es natürlich dunkel... :(
Also morgens laufen. Da kommt es ganz gut, gegen 22:00 in die Federn zu fallen, da bin ich spätestens um 7 wach, kann in Ruhe mein Pranayama machen (was auch nicht jeden Tag geklappt hat bisher, aber immerhin ein paar mal) und sogar noch über eine Stunde laufen, danach noch dehnen und duschen, in Ruhe frühstücken.

Meine Küche sieht derzeit ganz fruchtig aus; es liegen reichlich Granatäpfel, Kaktusfeigen und auch wieder Äpfel (Red McIntosh) herum sowie 1 Birne, ein paar Bananen, Grapefruits. Das alles schmeckt momentan richtig göttlich. Absolut tolles, kraftvolles Obst im November! :)

Von den Grapefruits habe ich mir heute 2 gepresst. Irgendwie habe ich die letzten Tage mit einem Infekt zu kämpfen. Ich niese ab und zu, merke es ein wenig in Hals und Nase und heute morgen sogar im Ohr. Bisher halte ich es recht gut mit Glutamin, Eiweiß, Zink, Vitamin C, Granatäpfeln, Omega3 usw. in Schach.

Und trotzdem musste ich heute einfach laufen gehen. Siehe da: Es tat sogar sehr gut. Der Infekt war danach deutlich zurückgegangen als noch davor. Leistung war auch gut bzw. sogar etwas besser als sonst; Basti und ich sind (mein) Renntempo von annähernd 13 km/h gelaufen (für Basti GA1...). Das Laufgefühl im Training ist einfach so anders, viel besser und leichter. Das ärgert mich fast! Im Wettkampf fühle ich mich fast immer schwerfällig, im Training rase ich einfach los und bin ganz bei mir.

Basti hat mir auch geraten, die Umfänge unbedingt hochzuschrauben. Das hatte ich ja sowieso vor. Täglich laufen (bis auf einen Tag am WE, an dem dann radfahren) sollte schon drin sein - kann ja auch mal ganz locker sein. Aber Leistung kommt auch über die Umfänge. Und als leistungsstarker Typ ist das bei mir allemal drin, Bewegung tut mir fast immer gut. Ich werde mal 50 Wochenkilometer ansetzen...vorerst. Dann abends noch eine kleine Yogaeinheit und/oder ein kleines Workout.

Auch vorgestern und heute habe ich Kniebeugen gemacht und die Kettlebell geschwungen, Sonnengrüße absolviert etc.

Morgen ist schon wieder Sonntag und Basti und ich wollen wie immer im wunderschönen Flusstal radfahren.

Je länger ich übrigens in den Mizuno laufe, desto besser gefallen sie mir. Das Laufen damit wird immer besser, immer leichter. Ich habe immer noch das Gefühl, von Mal zu Mal meine Lauftechnik zu verbessern. Find ich richtig super :))))


Auf Empfehlung von Robert Betz ("Sägt eure Doppelbetten durch!") haben wir jetzt seit über einer Woche getrennte Betten und Schlafzimmer. Ich muss sagen, dass ich viel entspannter und besser schlafe, und auch etwas weniger. Außerdem stresst man den anderen nicht mit Licht und Lärm und Gedrängel, wenn man zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett geht, was hier durchaus fast immer vorkommt.

Und apropos Bett: Wir haben es endlich geschafft, ein Bett im Möbelhaus zu bestellen, in dem wir schon im April einen fetten Gutschein gewonnen hatten. Ich war ja so lange unsicher, ob ich die 1,40-m-Matratze inkl. Lattenrost behalten wollte und dann ein passendes Bett dazu aussuchen sollte oder alles neu und dann 2 m breit. Jetzt ist es ja klar; man liegt, wenn man zu zweit so dicht beieinander schläft, im Energiefeld des anderen. Der Schlaf und die Traumphasen werden also gestört, ob man es merkt oder nicht. Das ist auf Dauer natürlich Stress für Körper und Geist, da die Erholung nicht vollständig ausfällt und somit ungesund.

Ich hatte mein Bett damals in dieser schmalen Breite auch nie für 2 Personen gekauft...
Ich bekomme also ein schönes Futonbett aus Erle, teilmassiv. Ein Rückenteil ist auch dran, was ich gerne wollte. Da die Breite nicht auf Lager ist, kann es noch ein paar Wochen dauern.

Sonntag, 13. November 2011

Granatäpfel? Granatäpfel!

Seit ich in meinem Kurzurlaub mit frutarischer Kost konfrontiert wurde, komme ich von den Granatäpfeln nicht mehr los. So habe ich die heute auch Basti gleich mal empfohlen und gezeigt, wie man sie am sinnvollsten zum Essen fertigmacht. Und da wollte dann noch jemand gar nicht mehr aufhören, die Kerne mit der abgefahrenen Farbe zu essen :)

So haben wir eine wunderschöne Radtour (30,8 km, 1:48 Std.) gemacht und prompt unser eigenes Team gegründet: Wir melden uns ab jetzt bei Wettkämpfen unter "Team Punica Heart Power" an ;D

Denn dass die Granatäpfel unsere Herzen noch leistungsfähiger und uns damit immer besser machen, davon bin ich schon überzeugt. Das "Heart" soll aber auch bedeuten, dass wir Herzmenschen sind - und keine gefühlsmäßig toten Kopfmenschen, von denen in (unserem) Sport (und natürlich auch sonst) es aber leider reichlich gibt. Diese sind an Neid, Arroganz, Falschheit, Geläster usw. gerade durch den Umstand der Konkurrenz leicht erkennbar und nicht nur wir beide, sondern auch unser Karsten, haben diese Hässlichkeiten nicht zuletzt weil auch unsere Leistung recht gut bzw. oftmals überlegen ist, oft zu spüren bekommen.


Ich habe also jetzt mein Pranayama wieder aufgenommen. Das sind 30 Min. täglich, die ich morgens im noch gelüfteten Zimmer investiere. Dabei will ich bleiben und meine Rückschlüsse ziehen.

Ernährungstechnisch bin ich ganz gut gesättigt, und jetzt fange ich an, das tierische Eiweiß abzusetzen. Wär ja wohl gelacht, ich habe ja schließlich alle Supps der Welt und bekomme das hin. Vorerst werde ich dazu noch eine Woche Sahnejoghurt essen, da ich ihn noch habe.

Ein Tag könnte dann in etwa so aussehen:

  • Mandelmus 40 g 
  • mit Kokoraspeln 10 g 
  • NEM, EAAs 10 g 


  • 2 Granatäpfel ca. 350 g


  • Kombucha 200 g 
  • 1 Apfel 
  • Grüntee


  • Eiskonfekt 2 Stück 30 g 


  • Sahnejoghurt ca. 150 g 
  • mit Leinöl 15 g 
  • Heidelbeeren 35 g 
  • Glutamin 12 g 
  • EAAs 10 g 

  • Gemüsesuppe (dick, püriert) und/oder anderes Gemüse (wie Broccoli oder Grünkohl)
  • mit Butter, Gewürzen, Zwiebel und Ingwer, Kokosmilch, etwas Butter
  • Paprika, roh ca. 30 g 
  • Chlorella, EAAs 10 g 


etwaige Nährwerte:


Kcal 2046
EW 72 g 
KH 140 g 
Fett 131 g



Ist natürlich recht knapp mit den Kalorien, aber dann nehm ich einfach noch ein paar mehr Nüsse, Früchte oder Eiskonfekt dazu. Wenn's vom Eiweiß zu knapp ist, habe ich immer noch - zumindest vorerst - Whey und Trinkgelatine, um den Joghurt aufzupeppen. Langfristig will ich beim Sahnejoghurt möglichst nicht bleiben, da die Kuhmilchprodukte (bis auf Butter/Ghee) nicht 100 % gut für mich sind.

Das Gemüse ist dann täglich obligat, da ich ohne eine salzige, herzhafte Mahlzeit am Tag nicht leben kann. Aber auch die Gewürze tun mir gut, und wichtige Energie in Form von gutem Fett liefert es dann auch.

Samstag, 12. November 2011

Doppelsieg auf 10,8 km

Um es vorwegzunehmen: Basti und ich haben heute mal wieder die lange Langstrecke bei einem Herbstlauf um einen See (für uns mit 10,8 km 4 Runden) dominiert und damit je eine schöne Nike-Trainingstasche abstauben dürfen :)

Dass der Lauf erst um 14 Uhr statt der meist üblichen Uhrzeit von 10 Uhr startete, passte mir gut. Je später, desto besser. Ich trainiere laufen fast immer (spät) nachmittags, weil da der Körper am leistungsfähigsten ist und ich mich auch erst dann so richtig nach laufen fühle. Es gibt Leute, die sind morgens leistungsfähiger, aber im großen und ganzen ist es angeblich so, dass die Mehrheit es eben zu "meiner" Uhrzeit ist. Auch passt das ideal mit den Mahlzeiten zusammen. Der Magen sollte leer sein.

Außerdem war die Temperatur heute nacht auf - 3°C abgesunken, was mich veranlasste, unter die Winterlaufhose noch eine normale Tight zu ziehen. Damit fühlte ich mich zwar etwas schwerfällig, aber ich war mit 51:39 dann letztlich doch schneller als gefühlt. Eine 100-%-Form hatte ich heute aber auch nicht. Die Strecke war anstrengend, mit kurzen kleinen Anstiegen; aber vielmehr störten mich die kleinen Unebenheiten wie Steine, Wurzeln, Kopfsteinpflaster. Ich bin einfach eine Straßenläuferin. Da brauche ich mich nicht auf Stabilität in den Sprunggelenken zu konzentrieren, eine gute Technik fällt mir leichter und die Schuhe sind auch für die Straße perfekt.

Bastis Zeit war 38:xx. Er steigert sich momentan ebenfalls kontinuierlich, was mich sehr für ihn freut.

Ich habe die letzten Tage wieder mehr KH gegessen, hauptsächlich in Form von Granatäpfeln. Gestern waren es 5 Stück... grandiose Früchte. So kam es wohl, dass heute der "Schalter" nicht umgelegt wurde. Ich lief fast konstant, hatte keinen wirklichen Einbruch wie sonst immer nach 2 - 3 km (bis km 5), und es stellte sich auch kein großer Geschwindigkeitsunterschied mit Leichtigkeit nach der Hälfte der Strecke ein. Das kann aber auch an der Strecke gelegen haben. Ich fand sie etwas schwierig, wie gesagt.

Falls sie richtig vermessen war, habe ich mich auch gut gesteigert. Fast die gleiche Zeit (51:15) lief ich ja vor einigen Wochen, mit einem super Gefühl. Wettkämpfe sind aber einfach etwas schwierig für mich. Es ist eine Herausforderung, dabei ganz bei sich zu bleiben mit den Gedanken. Trainingsläufe sind viel einfacher, und dabei leiste ich dabei manchmal sogar mehr. Aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und wird dabei schon irgendwann routiniert...

Heute morgen habe ich auch wieder Pranayama gemacht. Täglich praktiziert, dürfte die Leistungssteigerung nicht unerheblich sein.

Und ich werde, wenn verfügbar, auch täglich die (oder zumindest einen) Granatäpfel essen. Gerade jetzt sind die in vielen Läden zu haben. Was für herrliche, leckere, saftige Früchte! Sie sind voll mit Antioxidantien und je mehr ich esse, desto mehr will ich davon. Sie tun mir sehr gut. Angeblich sind sie wohl auch gut für's Herz, das ich vor kurzem mal wieder wahrnahm (kleines Ziepen in Ruhe) - das war ja bereits eine Zeitlang aufgetreten nach ein paar Monaten Training in der Laufgruppe, und ich interpretiere das als Wachstum des Herzens. Ich werde meinen Ruhepuls weiterhin ab und zu morgens messen, aktuell dürfte er noch bei 54 liegen. Auch interessant in Verbindung mit Pranayama, das ich unbedingt wieder täglich integrieren möchte. Hier etwas mehr Hintergrundwissen dazu.


Der Plan, die tierischen Fette und Eiweiße einzuschränken, klappt nicht so gut, wie ich mir das vorgenommen hatte. Der Körper meldet einfach Bedarf an. (Allerdings sollen auch die Granatäpfel leicht appetithemmend wirken.) Dann habe ich mal den Rechner der Uni Hohenheim (Lebensmittelsuche) bemüht, um mir die Gehalte an der entzündungsförderndern Fettsäure, der Arachidonsäure, anzeigen zu lassen. Herausgekommen ist, dass Butter und Fleisch eher wenig davon haben (Eier etwas mehr). Es ist also gar nicht so nötig, Butter zu reduzieren. Wichtig ist ja auch nicht die Fettmenge insgesamt, sondern das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6. Und ich habe ja Leinöl und Omega-3-Kapseln. Auch viel Gemüse wirkt anti-inflammatorisch. Und die Granatäpfel dürften das natürlich aufgrund der Polyphenole und was-weiß-ich-noch ebenfalls tun.

Morgen will ich Möhren-Pastinakensuppe, evtl. noch mit Broccoli, kochen. Mjamm! Das wird lecker. Schwiegereltern haben aus der anderen Ecke des Bundeslandes Möhren mitgebracht, die sind der Kracher. Ein Unterschied wie Tag und Nacht zu den Bio-Aldi-Möhren. Sie sind tieforange, riechen und schmecken auch so und das Messer geht lange nicht so leicht durch wie durch die im Vergleich wässrige und helle Ladenware. Sie bringen uns dann auch immer Eier mit, und die sind von wurmfressenden Hühnern (;D) und damit unglaublich lecker, was auch zeigt, dass sie logischerweise wohl noch etwas gesünder sind als die normalen Bio-Eier.

Morgen fahren Basti und ich wahrscheinlich Rad. Freue mich schon.

Donnerstag, 10. November 2011

War nur ein paar Tage weg...

Dass sich gleich ein paar Leute so sehr um mich sorgen, hätte ich ja nicht gedacht. Bleibt cool, es ist gar nichts los, nur weil ich mal ein paar Tage nicht blogge... Mir fällt dazu nur ein, dass Sorgen um andere der eigenen Angst entspringen... nachdem ich die letzten Wochen doch sehr gespannt den Vorträgen von Robert Betz über Youtube gelauscht habe. Sehr gut investierte Zeit :)

Es gibt ja nicht ständig Neuigkeiten, und so wahnsinnig interessant ist das ewige Gelaber über Sport und Ernährung ja auch nicht immer, so will ich nicht unbedingt täglich bloggen. Ich sträube mich, das Gekaute noch öfter wiederzukäuen. Ich habe auch eine Weile nicht Kalorien gezählt und Trainingstagebuch geführt. Beim Kalorienzählen habe ich oft das Gefühl, ein "Soll erfüllen zu müssen" - nach oben. Ich esse also nicht zu wenig, sondern immer zu viel.

Das war die letzten Tage nun mal glücklichlicherweise anders, denn ich bin spontan zu einem Chatfreund gefahren, wo ich auch insbesondere ernährungstechnisch wieder neuen Input bekommen habe. Es ist interessant, wie unterschiedlich die Welt- und damit auch "Ernährungsbilder" der Menschen sind.

Ich habe festgestellt, dass gerade essen stark emotional aufgeladen und im Leben eingebunden ist und den Menschen viel Ablenkung, Stabilität, Lust, Lebensfreude, Trost und Glück schenken kann. Ich habe gelernt, wie wenig man wirklich braucht und dass die Menge der Nahrung neben der Auswahl der Nahrungsmittel auch eine bedeutende Rolle im Gesundheitsgeschehen spielt. Weniger essen verlängert ja nicht von ungefähr das Leben...

Ich hatte ja früher schon im Zusammenhang mit der Vatastörung berichtet, dass ein Ausgleich dafür das Erhöhen von Kapha ist, was der Körper aber auch selbst macht. Dies erreicht man ernährungstechnisch, indem man u.a. viel Fett isst (was ich ja tue bzw. getan habe). Ich wollte zwar in Ketose kommen, bin aber wieder mal unsicher, da viele Fette entzündungsfördernd wirken und ich mich im Zuge unserer Rheumakrankheit (wir haben beide Spondylitis; bei ihm ist die komplette Wirbelsäule schon bis zum Hals versteift und bei mir sind "nur" ISG und LWS sowie andere Gelenke betroffen) doch besser aufgrund der Arachidonsäure (kommt in tierischen Fetten vor) zu vermeiden sind. Sehr schwierig, hier das Richtige für mich abzuwägen, da auch Kohlenhydrate, allerdings vorwiegend logischerweise verarbeitete, konzentrierte (Getreide, Zucker) entzündungsfördernd wirken.

Bei der Spondylitis/Rheuma handelt es sich um entzündliche Prozesse, und unsere Gelenke knacken gleichermaßen, das betrifft bei uns beiden sogar die Mittelfußknochen. Meine Beweglichkeit hat sich seit der Yogapraxis nur minimal eingeschränkt, aber meine großen Gelenke sind angegriffen, was ich versuche mit meiner Ernährung inkl. diverser Supplemente in den Griff zu bekommen und daher insgesamt wenig eingeschränkt bin und Schmerzen nur bei Überlastungen zu spüren bekomme.

Da ich mich der momentanen Ernährung meines Freunds angepasst hatte und dann ebenfalls sehr wenig (aber nicht ketogen) und fast nur Früchte aß, habe ich auch gleich ein paar Kilo abgenommen, bis auf 62,5 kg runter. Optisch sieht man nichts. Als ich zuhause dann wieder Rührei aß, hatte ich gleich mal kurz Kopfschmerzen. Der Kaffee schmeckte mir nicht mehr, ich konnte ihn nicht trinken. Das gab zu denken.

Bei Ikea gestern und auch schon auf der Rückfahrt mit dem Zug ist mir wieder mal die große Menge rauchender, übermäßig transpirierender, fetter, krank aussehender und insbesondere ständig fressender Menschen aufgefallen. Zu dünn? Fehlanzeige. Alle zu fett.

Zudem wurde ich, wie das bei Ikea so ist, mit den gemeinsten Essdüften gelockt und ich hatte dann natürlich richtig Hunger bekommen. So graste ich den Shop ab, aber alle Gläser mit Hering drin (das schien mir das richtige und ich entwickelte großen Appetit darauf) waren systematisch mit Zucker, Aromen und E-Stoffen verseucht. Ich habe mich dann damit begnügt, meinem vegetarischen Mann eine Gluten-Teigtasche und 2 Zimtschnecken zu kaufen. An der einen habe ich dann im Auto ausgiebig und minutenlang geschnüffelt. So geht's also auch :D
Man muss nicht immer reinbeißen. Nie, nie, nie würde ich mir das jemals wieder antun. So schlimm kann Hunger gar nicht sein wie die Auswirkung von Getreide auf meinen Körper. Es war auch nicht weiter schlimm, noch eine Stunde nichts zu essen und mir dann zuhause erst etwas zu machen. Sowas muss man einfach mal aussitzen.

Gestern morgen habe ich mir dann ebenfalls eher ursprüngliche, nicht überzüchtete Früchte gekauft. Es gibt momentan Granatäpfel und sie sind herrlich. Ich habe das Gefühl, sie haben mir sehr gut getan und ich war in den wenigen Tagen schon sehr auf diese Früchte eingestellt. Auch ein paar Kaktusfeigen habe ich zu einem günstigen Preis von 0,39 das Stück ergattern können. Außerdem kamen 4 Kakis mit, die im Kühlschrank nachreifen.

Ich tendiere dazu, das tierische Eiweiß stark einzuschränken, wobei ich denke, dass das nicht von heute auf morgen klappt. Ich habe ja glücklicherweise auch noch das "As der Aminosäuren im Ärmel". Ich kann also meinen Eiweißbedarf nötigenfalls komplett chemisch decken, und die EAAs werden nahezu - ganz im Gegensatz zu normaler Nahrung - ohne Stoffwechselrückstände verstoffwechselt und es hatte sich in der Praxis bereits bestätigt, dass Nahrungsprotein quantitativ und im logischen Schluss auch qualitativ (bessere Wertigkeit als bei EAAs kann es nicht geben) bei weitem nicht mit Aminosäuren mithalten kann, man also vergleichsweise viel weniger davon benötigt.

Stoffe, die z.B. sonst noch in Fleisch vorkommen (ich denke da in erster Linie an Zink, Selen, Eisen, Omega-3-Fettsäuren), supplmentiere ich ja sowieso noch/schon zusätzlich. Ein oder 2 gekochte Eier mit etwas Butter werde ich mir vorerst nicht vorenthalten. Eier sind die reinsten Vitaminbomben und ich weigere mich, wieder in eine Form Dogmatismus zu verfallen. Das wäre nicht weitsichtig und unflexibel. Es muss für mich dauerhaft funktionieren, und ich muss damit vor allem funktionieren. Die Ernährung muss mir dienen - und nicht umgekehrt. Daher ziehe ich auch ab und zu Fisch in Erwägung. Insgesamt habe ich aber beschlossen, weitaus weniger essen zu wollen. Obst- und Gemüseanteil sollen steigen. Morgen gibt es wieder frischen Broccoli im Bioladen, und ansonsten habe ich auch Grünkohl, der stark anti-entzündlich wirkt, im TK-Fach.

Ich habe noch ein wenig im Internetz über Ernährung bei Rheumaerkrankungen herumgelesen und es läuft darauf hinaus, dass die Nahrungsmittel und Gewürze, die auch gegen Krebs wirksam sind, Entzündungen abmildern bzw. verhüten können.
Diese konsumiere ich ja schon größtenteils:
Grüntee, Kurkuma (am besten mit schwarzem Pfeffer), Zimt, Kräuter, Früchte und besonders Beeren, (grünes) Gemüse, Zwiebeln, Knoblauch, Walnüsse, Mandeln, Vitamin C, ...

So, die aktuellen Änderungen sind also:

  • weniger essen 
  • mehr ursprüngliche Früchte, roh, frisch, mono
  • noch weniger Verarbeitetes (betrifft v.a. Brot, Kuchen, Fruchtsäfte, Kaffee, Käse)
  • weniger tierisches Fett und Eiweiß, evtl. dafür mehr Aminosäuren
  • mehr Gemüse und noch mehr Wert auf Antioxidantien und Superfoods 

Und dabei werde ich vor allem meine Gelenke gut beobachten.

Gelaufen bin ich im "Urlaub" auch einmal, immerhin. Die hiesigen Wettkämpfe letztes Wochenende konnte ich nicht laufen, aber Samstag gibt es wieder einen in der Nähe, den ich bestimmt mit Basti mitlaufen werde; 10,8 km, meine momentan favorisierte Distanz. Da werden sicher auch einige aus dem Verein an den Start gehen, mal sehen.