Ich begrüße meine neuen Leser wieder mal ganz herzlich - leider weiß ich noch nicht, wer es ist, da mir Blogger ja die Leser nirgends mehr anzeigt (egal mit welchem Browser). Ich werde heute aber mal jemanden fragen, der mir dann die Links auf die Profile schickt :)
Es ist ja schon wieder Sonntag und ich habe doch glatt die Wochenbilanz von der Woche davor noch nicht mal eingestellt. Ich übertrage die Daten nicht täglich vom Cronometer in die Tabelle, aber ich habe es nachgeholt. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich es momentan ziemlich leid bin, alles zu notieren. Ich weiß aber, dass es in Zukunft sehr aufschlussreich sein kann, das nachlesen zu können. Daher mache ich es noch. Man kann eine Menge über Ernährung und das, was für einen funktioniert, auch und insbesondere in Korrelation mit Körperdaten, aus seinen Aufzeichnungen ziehen.
Ich esse jetzt schon die 3. Woche in Folge im Schnitt über 3000 Kcal täglich. Also unglaublich viel. Da ich ja gemerkt habe, wie sehr ich doch immer von Ketose entfernt war, ist mir auch klargeworden, warum ich so viel gegessen habe: Ich habe Kohlenhydrate gebraucht bzw. lösen diese bei mir noch eher ein Sättigungsgefühl aus als Fett und Eiweiß. (Ich bin also mal wieder selbst das typische Gegenteil von dem, was ich so gerne vertrete, harrharr. Aber wahrscheinlich kommt man nur so auch wirklich weiter im Lernen und erweitert seine begrenzte Sicht.)
Da ich aber fett- und eiweißbetont aß, habe ich immer weitergegessen und dann auch zu gerne bei Schokolade zugeschlagen. Es wird eben doch alles benötigt, bei mir offenbar in einem Verhältnis von 1:1:1 (Gewichtsanteile) - zum Halten. Das Körpergewicht ist auch etwas raufgegangen, es sprengt allerdings noch nicht meine Höchstmarke von vor 4 Jahren (67/68 kg). Wenn ich nur mein Spiegelbild hätte, könnte ich diese Zahlen eh schwer glauben.
Auf einmal kam jedenfalls Appetit auf Cornflakes und (ein ganz bestimmtes) Brot mit Zuckerrübensirup auf. Ich wäre nicht ich, wenn ich dieser Sache nicht nachgehen würde. Ich bin schließlich wie alle auf dieser Welt, um die Dinge zu erfahren.
Das Brot habe ich allerdings nicht gekauft (und auch keins gebacken), Gluten möchte ich nicht mehr in meinem Körper haben und diese Lektion ist wohl auch ein für allemal abgeschlossen. Stärke wollte ich aber ganz offenbar nochmal in meinem Körper haben, schließlich hatte ich gerade kürzlich über deren
Schädlichkeit in aller Ausführlichkeit geschrieben und nun nehme ich an, wollte ich das also nochmal für mich ausprobieren. Man muss seine Aussagen ja wie gesagt öfter mal auf Gültigkeit überprüfen.
Also habe ich Cornflakes mit Milch gegessen (gute Demeter-Vollmilch natürlich, nicht homogenisiert), mir außerdem Milchreis gekocht, Sushi (vegan) gemacht, Reis mit Gewürzen und Erbsen/Möhren gegessen, Reiswaffeln gehabt. Gestern habe ich auch einen Rotweinkuchen gebacken. Da ich keine Schokolade mehr hatte und natürlich auch kein Mandelmehl (wohl aber Reismehl), hab ich mir einfach ein Rezept ausgedacht. Finde ihn sehr gut gelungen :)
Nun also zu meinen Erfahrungen:
1. Tag: Alles schick, gar nix los. Gut, ein paar Blähungen am Abend. Wer weiß, woher.
2. Tag: Aufgewacht mit einem unangenehmen Gefühl in allen Muskeln, obwohl ich am Vortag nur wenig Sport gemacht hatte. Druck auf den Ohren. Ausscheidungen sehr hell, gelblich (weist auf Leberbelastung hin!)
3. Tag: Verschleimt, Nasennebenhöhlen. Ist mit Nasendusche aber nicht zu wegzubekommen. Unangenehmes Gefühl in Richtung Ohren noch vorhanden.
Woran liegt es? Gut, ich habe auch Milch konsumiert, und das kalt (gilt im Ayurveda als verschleimend; Milch sollte nur warm getrunken werden).
Ich müsste jetzt also evtl. ohne Milch weitertesten. Will ich das? Brauche ich das? Ist mir das alles überhaupt so wichtig?
Warum reagiere ich auf die Stärke/Milch direkt? Merken andere es nur nicht? Oder bin ich so ein genetisches Wunder, dass es bei mir so ausgeprägt schädlich ist? Insgesamt zu sehr geschädigt durch diese Nahrung? Oder spielen sich die Schäden bei anderen einfach nur an anderen Stellen, mehr im Verborgenen ab? Möglich.
Paleo eine Modeerscheinung??
Für mich jedenfalls nicht, ich hab es ja schon gemacht, bevor ich diesen Ausdruck überhaupt kannte. Und ich hatte ja damals ganz von selbst zu dieser Ernährungsweise gefunden, da mein Körper vehement gegen jede Stärkenahrung sperrte und tierisches Eiweiß verlangte. Diese Körperwahrnehmung war und ist für mich unmöglich zu übergehen, nie würde ich mich so gegen mein eigenes Gefühl richten. So lebensfeindlich und selbstzerstörerisch bin ich einfach nicht. Für mich zählt das Gefühl und der Verstand ist zusätzliches Werkzeug, nicht umgekehrt.
Es hat mir nicht wehgetan, Dogmen, die offenbar nicht der Wahrheit entsprachen, von jetzt auf gleich in die Tonne zu kloppen, und so wird es auch immer sein, wenn ich merke, etwas funktioniert nicht so wie propagiert. Und sei es nur für eine Person - dann ist immer die Postulierung falsch. Ich hänge unten noch ein interessantes Video zum Thema Karma und Schuld an.
Ich bin jedenfalls recht froh darüber, wie ich diese Auswirkungen direkt zu spüren bekomme und daher ist Stärke dauerhaft also keine Option mehr. Aber ich habe gemerkt, dass ich doch mehr Kohlenhydrate essen sollte. Dauerketose wäre aufgrund der Einschränkungen (könnte z.B. auch so gut wie keinen Kombucha dann mehr trinken, von Obst mal gar nicht zu reden) kein Zustand, und dann ohne ein paar mehr KH esse ich mehr als ich brauche.
Jetzt brauche ich natürlich ein paar stärkefreie KH-Quellen. Da ich aber denke, es ist vorwiegend die erhitzte Stärke, die schadet und natürlich auch das Maß die Menge macht, hab ich mir überlegt, doch mehr vom
Zuckerrübensirup zu konsumieren. Der ist nämlich gar nicht schlecht, ganz im Gegenteil: Er hat sogar angeblich heilende Wirkungen, u.a. gegen Erkältung und Rheuma. Soweit ich weiß, besteht er auch nicht aus Stärke, sondern überwiegend aus Invertzucker. Invertzucker entsteht übrigens auch im Kombucha, nachdem die Kultur die Saccharose in Frucht- und Traubenzucker aufgespalten hat.
Außerdem kommen damit auch wieder
Carobschoten in Betracht, die als einzige Hülsenfrüchte roh gegessen werden können und auch wegen ihres hohen Calciumgehaltes für mich interssant sind (ich supplementiere Calcium, weil es ohne Milchprodukte bei weitem nicht reicht).
Dann habe ich kurz vor meinem Stärkeexperiment auch einiges an Sultaninen gegessen (hatte noch einen kleinen Vorrat), welche mir auch gut bekamen und gut schmeckten. Doch diese sind, zumindest wenn im Bioladen gekauft, mit Sonnenblumenöl geölt, was natürlich auf Dauer ein No-Go ist. Sonnenblumenöl ist extrem omega-6-lastig, außerdem sollten hochungesättigte Pflanzenöle nicht der Luft ausgesetzt sein (oxidieren!).
Ich werde mir also evtl. mal wieder was an Trockenobst bestellen; meine Favoriten sind allerdings Gojibeeren und Aprikosen. Diese würde ich, außerdem ein paar Nüsse und die geniale Mohnrolle, wieder bei
Vitakeim bestellen.
Datteln (haben übrigens auch viel von dem leichtverdaulichen Invertzucker) bekomme ich im Bioladen, allerdings nicht momentan, da die Saison vorbei ist. Aber jetzt geht ja auch die Obstsaison draußen los und der schwiegerelterliche Garten inklusive Nachbargärten, in denen ich mich durch Himbeeren und Kirschen fressen darf, wirft da doch hoffentlich wieder einiges ab. Außerdem kaufe ich mir derzeit gerne Wassermelonen.
(Caseinhaltige)
A1-Milchprodukte werden übrigens weiterhin keine Option für mich sein, aber da gibt es ja noch Feta aus Schafs- und Ziegenmilch (A2-Milch). Den werde ich evtl. also mal wieder im Salat essen, da ich die Forellen auch schon seit einiger Zeit ganz schön satt habe. Feta ohne Kuhmilch war auch das einzige Milchprodukt, was ich in meiner "selbst gefundenen Paleophase" aß und es mir unglaublich gut ging.
Und nochmal zu den KH: Ich habe auch endlich mal wieder in
Auroville bestellt, und zwar 1 kg Spirulina Crunchies. Spirulina enthalten auch ca. 20 g KH auf 100 g.
...außerdem 1 kg
Ashwagandha, welches ich mir in Kapseln füllen werde. Da die Spirulina in 100-g-Abpackungen kommen (hatte sie vor Jahren bereits), nehme ich an, dass es beim Ashwagandha genauso ist. Und da ich 1 kg unmöglich schnell verbrauchen kann, gebe ich auch was ab wenn jemand was haben möchte. Ich nehme dann 4 Euro für 100 g (+ Versandkosten), was in etwa dem Preis plus der berechneten Versandkosten aus Indien (etwas über 15 Euro) für das Kilo (dividiert) entspricht. Insgesamt sind die Versandkosten noch höher und es stört mich schon sehr, dass es so teuer ist. Aber was soll's. Über die Preise für die Waren selbst kann man absolut nicht meckern.