Sonntag, 30. September 2012

Anti-Aging konkret

Was bedeutet altern eigentlich konkret? 

Heute weiß man, dass sich die Telomere mit zunehmendem Alter verkürzen. Und man weiß auch, dass sich diese mit epigenetischen Maßnahmen (also Ernährung und Lebensweise - ja diese Dinge stehen über der Genetik, können also Gene ein- oder ausschalten!) diese sogar wieder verlänger lassen. Man kann  messen lassen, wie lang diese Telomere noch sind, wie alt man also biologisch ist.

Ich spreche im Bezug auf "Anti-Aging" aber mehr von dem biochemischen Verfall, den wir insbesondere durch falsche Ernährung selbst extrem beschleunigen. Wir vergreisen irgendwann, was aber absolut nicht sein muss! 

Dafür verantwortlich sind diese von mir zusammengefassten Punkte: 

  1. (zu) hoher Konsum von erhitzter Stärke (lagert sich ab!) 
  2. zu wenig Eiweiß 
  3. zu wenig Mineralien 
  4. Vitamin- und Vitalstoffmängel 
  5. falsche Fette (Oxidation!) 
  6. zu wenig gute Fette 
  7. psychischer Stress ohne entsprechenden Abbau durch Bewegung 
  8. Übergewicht 


1. Wir essen zuviel Stärke. Diese ist nicht nur für Blutzucker-Achterbahn verantwortlich (je höher erhitzt, desto mehr), sondern hat noch andere weitreichende Folgen. Problem: Man merkt es nicht, es geht absolut schleichend und benötigt Jahrzehnte um zum Tragen zu kommen. Daher glauben so viele Menschen das nicht. Ohne Stärkekost ist man auch körperlich beweglicher, was man aber oft schon nach ein paar Tagen spürt. 

Lösung: Erhitzte Stärke weglassen, mehr Frischkost essen, fettbetont essen. 


2. Oft wird zu wenig hochwertiges Eiweiß gegessen. Wir können Eiweiß aber nicht speichern bzw. nur in sehr geringen Mengen, und daher sind wir auf eine relativ konstante Zufuhr hochwertiger (d.h. vollständiger) Nahrungseiweiße angewiesen. Eiweiß ist wichtig für die Hormonbildung (Veganer haben z.B. oft Schilddrüsenunterfunktion), Jugendlichkeit, Muskelkraft, Immunsystem - und wird im Alter noch etwas mehr gebraucht. 

Lösung: Mehr Eiweiß aus hochwertigen (= tierischen) Quellen essen und/oder über Aminosäuren bzw. Eiweißpulver supplementieren. 


3. Die gängige Kost bietet meist nicht genügend Mineralien (und Spurenelemente) - zumindest vor allem in der Langfristigkeit. Man spricht hier auch oft von Übersäuerung, was nichts anderes bedeutet, dass basische Mineralien fehlen, die die im Körper entstehenden Säuren (dies ist ein normaler und wichtiger Vorgang) sowie die Säuren aus der Nahrung neutralisieren können - Folge ist, dass aus den Basendepots diese Mineralien herausgelöst werden müssen, um eine Übersäuerung des Blutes zu vermeiden (die tödlich wäre). Die Basendepots sind: Haut, Haare, Zähne, Knochen, Fingernägel, Bindegewebe, Haarboden. Sind diese Strukturen schwach, deutet dies also auf einen Mangel an Mineralien, oft aber auch in Verbindung mit Eiweiß, hin. 

Mineralienmangel lässt uns auch verschlacken - Gifte sammeln sich an, die nicht im gleichen Maß ausgeschieden werden können. 

Lösung: "Basischer" essen - mehr Gemüse, weniger Zucker (dieser raubt direkt Vitamine und Mineralien!) und Getreide, weniger Kohlenhydrate per se (es entsteht allein bei der Verstoffwechselung von KH Säure im Körper!). Und/oder Mineralien (vor allem Magnesium) extra zuführen - aber bitte nicht als Carbonate und Oxide (zu geringer Wirkungsgrad). 


4. Auch fehlen uns nur zu oft Vitamine und weitere Vitalstoffe in mehr oder weniger großem Maß. Unsere Nahrungsauswahl ist häufig zu schlecht: Zu lange gelagert, Fertigprodukte, miese Qualität, zu viel Erhitztes, zu wenig Frischkost. 

Lösung: Mehr Frischkost essen, "5 am Tag", frische Kräuter in Töpfen oder aus dem Garten nutzen, polyphenolreich essen (z.B. grünen Tee trinken, Beerenfrüchte essen), ggf. supplementieren. 


5. Ein wichtiger Punkt. Die falschen Fette sind vor allem Transfettsäuren, welche auch beim Backen und Frittieren von Getreide entstehen, sowie ein Übermaß an ungesättigten Pflanzenfetten (Getreidekost!), da diese im Körper aggressiv wirken und ohne entsprechende Antioxidantien (z.B. Vitamin C und E, Selen) Schaden anrichten. Man sollte auch ein Auge auf die entzündungsfördernder Arachidonsäure werfen: Schweinefleisch enthält davon eine Menge mehr als bspw. Fisch. 

Lösung: Backwaren und Frittiertes sowie Fertigprodukte vermeiden, ebenso wie Nüsse, Saaten und Kerne (insb. erhitzte). Wenn schon Getreide, dann gekochter Reis, Hirse, Kartoffeln etc.
Auf die Zufuhr von den genannten Antioxidantien achten - viel frisches Obst und Gemüse essen (Vit. C). Selen befindet sich in Kokosprodukten, Eiern und Fleisch. Schweinefleisch eher meiden.


6. Wir benötigen vor allem gute, gesättigte Fette, da der Körper daraus seine Zellen aufbaut und diese Fette auch Treibstoff erster Wahl sind (sie müssen nicht erst vom Körper gesättigt werden um verbrannt werden zu können). Ungesättigte Fette sind essentiell, allerdings in nur sehr geringen Mengen. Diese finden sich in rohen Tierprodukten aus artgerechter Haltung. Tierfett aus schlechter Haltung ist übersättigt mit Omega6 - dies gilt es zu vermeiden, da das Problem heutzutage oft ein falsches Verhältnis von O3 zu O6 ist. Ideal ist 1:2 bzw. 1:1, die Realität in Industrieländern liegt bei erschreckenden 15 - 20:1.

Lösung: Mehr Butter (Weidebutter!), ggf. Milchprodukte und Eier guter Herkunft essen. Omega3 supplementieren (Fischölkapseln) oder rohe Tierprodukte aus korrekter Haltung (kein Zuchtfisch!) ab und zu konsumieren. Übersicht Fettqualitäten


7. Hast du einen Körper? Dann bist du ein Athlet! 
Der menschliche Körper ist für Bewegung gebaut, nicht zum Herumsitzen und -liegen. Idealerweise treiben wir also mind. 1 mal am Tag moderat Sport, oder mind. mehrmals die Woche schweißtreibend.

Besonders fatal ist, wenn durch psychischen Stress (Arbeitsanforderungen z.B.) kein Ausgleich geschaffen wird. Es entsteht Adrenalin, welches das Herz potentiell schädigt. Dieses Adrenalin kann aber durch Bewegung abgebaut werden. Außerdem führt Sport dazu, dass der Körper selbständig anfängt, Antioxidantien zu bilden. Sport führt weiterhin zu mehr Muskelmasse, welche immunschützend wirkt und unsere Knochen und Gelenke stützt und entlastet. Im Alter wird, ohne entsprechende Betätigung, Muskelmasse abgebaut (und durch Fett ersetzt) - man wird schwächer. Verlust von Muskelmasse ist also auch mit altern gleichzusetzen.

Außerdem führt Stress zu erhöhten Cortisolspiegeln, was wiederum dem Übergewicht förderlich ist. 

Bewegung regeneriert auch das ATP, welches fürs Gehirn wichtig ist. Bewegung bedeutet bessere Hirnleistung. Insgesamt hängen hier viele weitere Regelkreis des Körpers dran und greifen ineinander. Ohne Bewegung kann man weder dauerhaft gesund bleiben, noch die vollen Vorteile von Anti-Aging genießen.

Lösung: Sport machen. Und zwar einen, der Spaß macht und Freude bringt - damit man ein Leben lang dabeibleiben kann. Wer sich nicht verausgaben mag, kann längere Spaziergänge unternehmen oder sanften Yoga machen. 


8. Wer übergewichtig ist, altert schneller. Vor allem die Haut und das Gehirn altern schneller. Wer stets leicht im kalorischen Defizit is(s)t, altert nachweislich langsamer. Problem bei unterkalorischen Diäten: Oft kommen auch Mineralien, Vitalstoffe und Eiweiß zu kurz, was wiederum der ganzen Sache kontraproduktiv entgegensteht. 

Aber insgesamt kann man sagen, dass jede Insulinausschüttung altern lässt. Zucker macht alt. Der Mensch kommt mit leichter Unterfütterung viel besser zurecht als mit einem Überangebot an Nahrung. 

Lösung: Weniger KH essen, Zucker vermeiden. Stattdessen fettbetont essen - Fett tangiert den Insulinspiegel in keinster Weise, erzeugt keine Säuren und raubt keine Mineralien. Insgesamt weniger essen, ggf. mal einen Fastentag einlegen oder mehrere Stunden fasten ("Intermittent Fasting"). 


Samstag, 29. September 2012

Heute Sport

Heute habe ich mich also endlich so richtig, naja so halb (5 Einheiten sinds nicht geworden) aufraffen können. 

Allerdings hab ich erst mittags angefangen. Ich war schon um 3 oder so wach gewesen und konnte einfach nicht mehr schlafen. So hatte ich bereits um 11 Uhr Mittagessen und habe dann also um 13 Uhr begonnen: 

ca. 15 Min. Trampolin 
Workout (auch ca. 15 Min.): 

  • 2 x 20 Jump Lunges (erstmal kleine Brötchen backen bevor ich wieder fast eine Woche nix machen kann!) 
  • 2 x 10 Push ups auf Knien 
  • 20 Reverse Crunches extended (mit Beineausstrecken annähernd waagerecht)
  • 10 Jump Squats 
  • 12 Sonnengrüße 
  • Handstände, Skorpione, Brücken 


Und obwohl ich ja so turn- und dehntechnisch fast nen Monat gar nichts gemacht habe, war ich heute in den Rückbeugen biegsamer denn je. Da ist ja bei mir nicht mehr viel zu holen mit einer teilweise versteiften LWS, dafür ist der Rest aufwärts sehr beweglich in alle Richtungen und meine Schultern sind auch sehr gut aufgedehnt.

Das macht sicher alles der rohe Eierschaum! ;D 
Aber was ich immer wieder merke, dass meine Reaktionen viel viel schneller sind als die meiner Mitmenschen. Tja, (die richtigen!) Fettsäuren brauchen eure Hirne, keinen Kleister...

Also der Eierschaum ist echt toll. Dafür lasse ich 3 oder 4 Eier einige Stunden bei Zimmertemperatur liegen, trenne sie dann und stelle das Eiklar wieder kühl, in ein Schälchen. Die Gelbe werden dann mit einem TL Honig mit dem Rührgerät einige Minuten aufgeschlagen, bis sich die Masse durch Schaumbildung vermehrt. Dazu esse ich dann aufgetaute TK-Heidelbeeren. 

Ahja, weiter im Programm. Ich sehr bald danach immerhin laufen, normalgroße Runde von 10,6 km. Erstmal langsam... puh. Kraft war an sich da, aber dass ich tatsächlich nur auf Fett lief, habe ich doch sehr gemerkt. Am Wendepunkt war ich erst nach 30:15 Min.; diesen erreiche ich, wenn ich schnell bin, in etwa 27 Min. oder sogar knapp drunter. Es waren dann insgesamt 59 Min. 
Danach habe ich mich im Garten noch kurz gedehnt.

Aber ich kann es immer nur wieder betonen: Es ist sooo viel angenehmer, auf Fett seine Leistung zu bringen. Mit KH als Treibstoff tut echt alles weh, es ist ekelhaft. Es ist ein Kampf von Schritt zu Schritt. Mit Fett trabt man so schön stabil und gut gelaunt dahin, hat Ausdauer ohne Ende und immer zuverlässige Kraft an Anstiegen.

Im übrigen profitiert man vom low-carb-Training sehr. Die Mitochondrien vermehren sich nämlich nicht, wenn man nach dem Training Kohlenhydrate zuführt. Und im übrigen verbessert die KH-Zufuhr auch nicht sonderlich die Regeneration. Zwar wirkt ein Insulinschub anabol, d.h. es werden vermehrt Stoffe in die Zellen gepumpt (Eiweiße und KH vorrangig), aber ohne Insulinschub, also lc, hat man mehr Wachstumshormon - und wie gesagt den Mitochondrial-Bonus. Man kann also schneller Fortschritte im Training machen.

Heute habe ich auch noch ein wenig über Beta-Alanin gelesen, da ich schon wieder das meiste vergessen hatte. Es hat mich doch ein wenig erstaunt, da ich so von dem Zusammenhang mit Carnosin noch gar nicht wusste. Da ich eh noch recht viel BA habe, werde ich dieses ab sofort wieder einsetzen, auch im Training. Ich dachte nämlich bisher, das sei Verschwendung und nur im Wettkampf (und hier auch nur bei Mittelstrecken) mache dies Sinn. Aber gut, dass ich nochmal recherchiert habe. 

So, und später nach dem Lauf sind wir noch ein wenig radgefahren - zur Videothek ;) 
Ich wollte den Film schon letzte Woche ausleihen und so griff ich zielstrebig zum heute nicht vergriffenen "Moonrise Kingdom". Ja, das war doch ziemlich nach meinem Geschmack! 
Ich verabscheue (übermäßige) Gewalt, Gemetzel, Psychoscheiße, Horror. So etwas sehe ich mir grundsätzlich nie an. Und Actionfilme langweilen mich zu Tode, wenn sie sonst nichts zu bieten haben.
Komödien müssen schon recht gut sein, damit sie mich unterhalten, der Humor darf nicht zu plump sein, die Handlung möglichst unvorhersehbar. Ausnahme: Spencer&Hill-Filme ;D (aber die kenn ich alle schon in- und auswendig).
"Die Tiefseetaucher" war ja auch, wie eben "Moonrise Kingdom" von Wes Anderson und der Mann hat es einfach drauf. Sehr schön! Bitte mehr davon.


So, ich habe mich vorhin mal gewogen nach dem Sport + duschen, da waren es 64,5 kg. Ich denke, dass ich noch nicht in Ketose bin. Habe ab und zu ein blödes Kopfgefühl, welches normal ist, weil sich der Blutdruck ändert wenn man in Ketose kommt. Und Muskelkater wird dann auch weniger bis gar nicht mehr vorhanden sein. Aber bei den Workouts taste ich mich jetzt einfach langsam hoch, und wenn ich locker 100 Jump Lunges springe, nehme ich zusätzliches Gewicht. Das ist einfach die beste Übung für Läufer, mir wurde ja nun schon öfter ein guter, ja einmal sogar "ein wunderschöner Laufstil" nachgesagt *freu*. Berg- und Treppentraining ist da natürlich auch gut, kann aber nicht in relativ kurzer Zeit so gute Ergebnisse erzielen, vor allem, weil dies immer noch stark überwiegendes Ausdauertraining ist, während bei komplexen Plyometrics wie den Jump Lunges aber viel Kraft, Koordionation und damit auch Haltemuskeln wie der Bauch (ohne einen starken Bauch kein guter Läufer!) trainiert werden. 


Freitag, 28. September 2012

Optimal essen - worauf muss ich achten?

Lillus als neue Paleo-Köstlerin fragte mich, worauf sie noch achten könne. Da habe ich gedacht, das kann ich doch ausführlicher schreiben, weil vielleicht noch andere motiviert sind, eine gesunde Kost zu starten, mit der man auch wenn man alt ist noch jugendlich aussieht (hrhr) und stets etwas fitter, muskulöser und schlanker ist als andere - kurz: knackiger :) 

Ich möchte das hier auf "optimal essen" beschränken. D.h. noch einen Tick "schärfer" als Paleo, nämlich ketogen, mit sinnvoller Makronährstoffverteilung (lchf) und weitgehend stärkefrei.

Betrachtet u.a. die Seiten von Josef Stocker als Grundlage.


1. Real food - echte, hochwertige Nahrung 

Es sollte bereits obligat für euch sein, dass ihr nur echte Lebensmittel (1 Zutat pro Produkt) verzehrt und diese möglichst aus biologischem Anbau bzw. vergleichbarer Qualität (Etiketten sind nicht alles!) - dies ist besonders wichtig bei tierischen Produkten, da sich Umweltgifte hier konzentrieren und die Fettqualität bei falscher Fütterung auch ungeeignet für uns ist. Je fetter ein Nahrungsmittel, desto wichtiger ist gute Qualität!

Die besten Nahrungsqualitäten kommen aus der Wildnis - Wildfleisch, wilde Beeren, Wildkräuter etc.


2. richtiges Makronährstoffverhältnis 

Berechnet es wie folgt: 1 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht (≙ 1 Teil), 0,5 Teile Kohlenhydrate (welche gut über den Tag verteilt werden sollten!) und 2,5 - 3,5 Teile Fett. Gewichtsanteile! Bei mir wären es also 65 g EW, 33 g KH, 163 - 228 g Fett. 



3. die richtigen Fette 

Vergesst allen Scheiß, den man euch versucht hat, die letzten Jahrzehnte einzureden - Butter sei böse, Margarine gesund, Pflanzenfette allgemein gesund und tierische durch die Bank schlecht. Alles Blödsinn! In meiner Linkliste sind gute Links zu diesem doch recht komplexen Thema um ein Grundverständnis davon zu erlangen.

Kurz und knapp: 

Wir verwenden nur folgende Fette: 

  • sortenreines Bio-Olivenöl (wichtig, da bei konv. Ware so gut wie immer gepanscht wird, es also sich gar nicht zu 100 % um Olivenöl handelt!) 
  • Kokosöl, natürlich ungehärtet (und möglichst unraffiniert) 
  • Butter, vorzugsweise Weidebutter (Kerrygold hat nachweislich die beste Qualität). Wenn ihr bekommt, auch gerne Rohmilchbutter 
  • Ghee, möglichst aus qualitativer Butter zubereitet 
  • Tierfett von korrekt gehaltenen Tieren (Talg, Schmalz) 
  • ggf. Fischölkapseln in guter Qualität 
  • Kakaobutter ist auch ok 

Olivenöl und Kokosöl könnt, aber müsst ihr nicht essen. Erste und hauptsächliche Fettquelle sind die tierischen Fette, die auch alles enthalten, wenn es sich um Weidetiere oder Wild handelt. 

Weitere Fette, im Nahrungsmittel: 

  • fetter (See-)Fisch 
  • Eier, Eigelb 
  • Avocados 
  • Oliven 
  • Kokosprodukte 
  • Nüsse/Kerne
  • (nur!) vollfette Milchprodukte 

Achtet auf genug Fett in jeder Mahlzeit. Fett ist immer unser dominierender Makronährstoff, und zwar vorrangig gesättigtes wie Butter, da es direkt als Treibstoff verwertet werden kann und chemisch stabil ist. Es kann uns daher nicht schädigen wie hochungesättigte Pflanzenöle, die sehr schnell bei Licht und Luft oxidieren. Olivenöl ist aufgrund des hohen Ölsäuregehaltes selbst bei Raumtemperatur recht haltbar.



4. nicht zuviel Eiweiß 

Esst ihr zuviel Eiweiß und/oder KH (egal aus welchen Quellen), kommt ihr nie in Ketose und verzuckert Eiweiß. Folge: ewiger Hunger und Appetit, viel an sich unnötiges Essen. Gefühl von Sucht. Achtet beim Eiweiß auf solches aus guten Quellen, also tierische Herkunft. Pflanzliches Eiweiß bietet kein vollständiges Aminosäurenprofil für den Menschen und daher müsste man vergleichsweise mehr davon essen.

Kwasniewsi hält 30 - 50 g EW auf hochwertigen Quellen sogar für ausreichend. 


5. esst etwas milchsaures 

Es stärkt die guten Darmbakterien. Die Gesundheit fängt mit einer gesunden Darmflora an. Außerdem hilft es, Eiweiß zu verdauen.

Esst also z.B. Kimchi, oder Sauerkraut (roh!). Ich präferiere selbstgemachten Kombucha (in weniger großen Mengen, da er meist noch Restzucker, also KH, enthält). Man kann aber auch Joghurt selbstmachen, vorzugsweise laktosefrei.


6. keine Zwischenmahlzeiten 

Esst 2 oder 3 Mahlzeiten. Nicht mehr und nicht weniger. 
Die Verdauungsorgane benötigen auch mal Ruhe. Es sollte stets auf leeren Magen gegessen werden und nichts halbverdautes dort noch herumlungern. Eine Fleischmahlzeit kann schon ein paar Stunden benötigen (je nach individueller Verdauungskraft), bis sie den Magen wieder verlassen hat. 

Esst nur bei Hunger! Esst nicht nachts, und geht nicht mit vollem Bauch schlafen.


7. Achtung mit Milch 

Nicht jeder verträgt Milchprodukte gut (Tendenz mit zunehmendem Alter abnehmend). Casein kann genauso wie Laktose Probleme machen. Außerdem spielt der Umstand, dass krebserregende Hormone durch Milch, die zum ungeeigneten Zeitpunkt gewonnen wird, in der Milch sein können, eine Rolle.

Am sichersten fahrt ihr, wenn ihr insbesondere laktosehaltige Milchprodukte ausschließt (junge Käse, Milch, Sahne, Joghurt, Quark, Buttermilch uvm. - diese sind für ketogene Ernährung meist eh nicht geeignet, da zu viele KH) bzw. sogar die eiweißhaltigen - und nur Butter/Ghee verzehrt. Im Milchfett wiederum befinden sich hohe Mengen CLA (konjugierte Linolsäure), welche sogar gegen Krebs wirksam sein soll.

Generell sind Milchprodukte aber gar nicht nötig, sie bergen eben auch ein Risiko und es geht gut ohne, wenn ihr stattdessen genügend anderes Tierfett und Kokosöl verzehrt. 

Esst eiweißhaltige Milchprodukte keinesfalls abends, sie wirken dann (noch stäker) verschleimend. 


8. Achtung mit Nüssen und Kernen

Nüsse und Kerne "wollen", ebenso wie Getreidekörner, nicht gegessen werden. Da Pflanzen sich nicht mit Krallen oder Davonlaufen wehren können, schädigen sie den Fraßfeind langfristig über Gifte. U.a. Enzyminhibitoren wie Trypsin inaktivieren Verdauungsenzyme und arbeiten so gegen uns. Abhilfe schafft das Einweichen der (noch rohen!) Kerne in (Salz-)Wasser sowie anschließendes Trocknen. 

Einfacher: Nüsse ganz weglassen. Sie haben eh fast immer ein schlechtes Omega-3- zu Omega-6-Verhältnis und sind im regulären Laden so gut wie nie in Rohkostqualität (die einzig brauchbare bei Kernen) zu haben. Gerade geschälte Nüsse sind immer erhitzt, und meist durch Oxidation (wenn nicht vakuumiert und/oder gekühlt) ranzig (= gesundheitsschädlich). Bei Ölsaaten wie Kürbiskernen ist es im Gegensatz zu Nüssen oft so, dass die Ware tatsächlich roh ist (Keimtest gibt Aufschluss). 

Insgesamt brauchen wir aber keine Kerne und Nüsse, sie sind eine teure Nascherei mit meist ungünstigem Fettsäurenverhältnis, mit der man sich leicht überlasten kann. Sie haben nichts essentielles, alle essentiellen Fette gewinnen wir aus den hochwertigeren tierischen Fetten.

Die Kokosnuss ist übrigens eine Frucht und damit von o.g. ausgenommen, da auch ihre Fettsäuren sehr stabil sind. 


9. Erhitzen/Rohkost

Erhitzt nicht eure gesamte Nahrung, sondern achtet auf einen guten Teil Rohkost. Christian Opitz spricht davon, dass rohe gesättigte Fette wichtig seien, d.h. öfter mal rohes Eigelb, explizit roh ausgewiesenes Kokosöl, Rohmilchbutter etc. 

Verwendet nur konventionelle Methoden zum Erhitzen - keineswegs die Mikrowelle! Dünstet lieber statt scharf zu braten. Je höher ein Lebensmittel erhitzt wird, desto eher entstehen gesundheitsschädliche Stoffe dabei. Hier seien vor allem Nitrosamine und Benzpyrene erwähnt, die beim Grillen und Braten entstehen können. 

Beachtet bei dem Verhältnis warme bzw. erhitzte und rohe/kalte Nahrung auch euren Typ/Dosha und die Jahreszeiten. Salat kann im Winter schaden! Achtet hier auf eurer Körpergefühl und Vorlieben/Appetit.

Erhitzen ist grundsätzlich angebracht bei Geflügelfleisch, (größeren Mengen) Eiklar, faserreichem Gemüse.


10. Vorsicht mit Obst/Zucker 

Schränkt den Zucker massiv ein (am besten komplett weglassen), und hier ist das Obst eingeschlossen. Fruchtzucker ist potentiell schädlich, und jegliche KH in konzentrierter Form sind der angestrebten Ketose abträglich. Es kommt natürlich insbesondere auf die Menge an. Falls ihr also doch etwas Zucker oder Obst esst, so achtet auf eine Pufferung durch reichlich Fett. So wird das Ansteigen von Insulin abgemildert. 
Wenn ihr Obst essen möchtet, lernt, welche Sorten kh-arm sind - dies sind die meisten Beeren (allen voran Heidelbeeren) und Papaya. Generell gibt es nichts, was in Obst enthalten ist, was euch Gemüse nicht bieten kann. 


11. keine künstlichen Süßstoffe 

Wenn Süße gewünscht wird, nehmt etwas Honig (z.B. für Eierschaum). Diese kleine Menge KH fällt nicht ins Gewicht. Aber Achtung: Honig sollte nicht erhitzt werden - er wird dann toxisch. 

Ich persönliche halte das von mir verwendete Steviolglykosid "Rebaudiosid A" sowie getrocknete Steviablätter (für Kräutertees) für ok. Das muss jeder für sich entscheiden. 

Nach einiger Zeit ketogener Ernährung verändert sich aber euer Geschmack und ihr braucht es immer weniger süß. 


Und noch ein paar Tips aus der Praxis:

Seid ihr Naschkatzen? 
Ich esse mal ein Stück Bitterschokolade. Oder trinke einen Kaffee mit viel Eiermilch. Mach mir Eierschaum mit Beeren. Oder Omelettes mit Heidelbeeren. Mjam! Ein süßer Tee tut es auch oft schon.

Braucht ihr öfter mal was "frisches", säuerliches? 
Trinkt etwas Kombucha. Oder Pfefferminztee. Presst eine halbe Zitrone aus und trinkt den Saft in einem Glas Wasser. Esst Kimchi oder ein rohes Stück Gurke, Paprika, Tomaten etc.

Wollt ihr euer Bindegewebe straffen? 
Nehmt Gelatine, die Aminosäuren Glycin und Prolin oder Kollagenhydrolysat.
Außerdem Silicea-Gel. Silizium ist leider fast nur in Getreide enthalten.


Die Rausch-Schokoladen sind da

Hatte ich es erwähnt? Ich habe bei Rausch.de Schokoladen bestellt... mit den edelsten Kakaos des Planeten. Schande über mein Haupt, schon wieder breche ich mit der SCD. Kann ein Mensch überhaupt längere Zeit schokoladenfrei leben...??! 

Sicher möglich, doch vielleicht muss ich diesen Zeitpunkt ganz leicht nach hinten verschieben ;) 

Jedenfalls musste ich einfach zuschlagen, es kostet nicht mal Versandkosten bei denen. Ich gehe einfach so ungern in Läden einkaufen, shoppen im Internet ist aber ok. Und eine 50-g-Tafel gab es auch noch geschenkt. 

Im Paket: 


4 Sorten Bitterschokolade, ein 500-g-Standbeutel mit Minis aller Sorten und eine kleine 43%ige Vollmilchschokolade. 

Natürlich esse ich nur von denen ohne Milchpulver, also ausschließlich bittere Schokoladen. Ich habe ja schon 100%ige Schokolade gegessen und ich mag sie. Aber diese Kakaosorten hier, die sind nochmal ganz was besonderes. Diese Schokolade muss ungewöhnlich gut conchiert sein, sie ist extrem hart, dabei natürlich sehr fein und homogen und kommt wie schon erwähnt ohne Lecithin aus (bei schlechter Schokolade unmöglich). 
Mein Mann sagte, die Tembadoro (die dunkelste, also die mit 80 % Kakaoanteil) brenne ihm im Hals. Ich war geschmacklich sofort hingerissen. Aber evtl. wird die El Cuador doch meine favorisierte bleiben; die Amacado habe ich noch nicht probiert. 


Wird ja...

Obwohl sogar heute, Freitag (wir erinnern uns: Montag morgen hab ich Sport gemacht, der mich so zerschossen hat), der Muskelkater immer noch vorhanden ist, bin ich gestern etwas radgefahren. Es ging schleppend. Ca. eine Stunde, 22,4 km. 

Heute immerhin schon etwas Trampolin gesprungen (10 Min.) und 12 Sonnengrüße und Handstände gemacht. Sofort ist der MK etwas weniger! 

Und mit dem Essen hat jetzt irgendwas klick gemacht. Ich weiß, warum alles früher nicht exakt so klappte wie ich wollte, ich sehr viel gegessen habe und dennoch fast immer Appetit oder sogar Hunger hatte. Ich war nie wirklich auf 100 % Fettverbrennung eingestellt. Mein Körper muss viel Eiweiß verzuckert haben. Ich erinnere mich an einen starken Hungerast im Sommer bei Temperaturen jenseits der 30°C, als ich von der Arbeit die 4,4 km nach Hause rannte. Hunger auf Eiweiß! So stark und akut ist aber kein reeller Eiweißbedarf. Sehr wohl aber eine Unterzuckerung, wenn der Körper nicht genügend Glukose hat, aber auch nicht in Ketose ist. 

Ich wollte mich einfach nicht zu stark einschränken mit dem Obst und den Säften/Kombucha. Unkomfortabel, noch mehr Verzicht. Aber das war der größte Fehler. Jetzt weiß ich: Wer (weit) zuviel Eiweiß isst, kommt auch nicht in Ketose bzw. wird die Vorteile einer LC-Ernährung nicht oder nur kaum genießen können - insbesondere die Abnahme. Eine LC-Ernährung mit 200 g Eiweiß ist KEINE. Reeller Eiweißbedarf liegt vielleicht bei 70 - max. 90 g, die restlichen über 100 g werden verzuckert (100 g EW -> 56 g Glukose). Damit sind es eindeutig zu viele KH, um noch als "low carb" durchgehen zu können, denn ein paar isst man ja sowieso noch dazu (meist so 50 - 100 g). 

Aber mit den KH selbst muss man auch konstant tief bleiben, vor allem natürlich um erstmal in Ketose zu kommen. Stocker/Kwasnieski sprechen von 6 BE am Tag, was 72 g KH entspricht. Obergrenze. 

Ich habe gemerkt, dass meine Ohren irgendwie belegt sind, sicher von den Milchprodukten. Ich werde noch diese "Charge" (mache ja immer 6 - 7 Gläser) SCD-Joghurt verzehren und dann erstmal keinen mehr machen (und ab sofort keinen Bergkäse mehr essen). Für die guten Darmbakterien habe ich ja noch Kombucha (in kleinen Mengen). Mandelmus werde ich keins mehr kaufen, es hat einfach zu viele Nachteile: Die Mandeln sind nicht entsprechend vorbereitet, so dass sie keine gesundheitlichen Nachteile haben, es ist schweineteuer, es hat zuviel Omega-6, es hat Suchtpotential. 
Stattdessen werde ich öfter mal rohen Eierschaum (mit Heidelbeeren) essen. Dafür werden zimmerwarme Eigelbe aufgeschlagen, optional mit (weicher) Butter, und leicht gesüßt. 


Heute morgen habe ich beim Frühstück noch etwas mehr an Butter gegessen, und siehe da, es ist gleich viel mehr Sättigung und Zufriedenheit da. Ich sehe auch wieder gesünder aus. Meine Freundin checkt gerne mal unsere Cellulite ;D 
Und da war sie am Montag ganz baff, wie straff meine Beine wieder sind. Es stimmt, sie sind besser geworden. Und ich nehme seit ein paar Tagen auch endlich wieder das Silicea-Gel (davon kommt es so schnell allerdings nicht, und auch nicht allein dadurch). Hier tut das Glycin bzw. viele Eiweiß gute Dienste denke ich. Aber auch das viele Fett. Schließlich werden Körperzellen zu mind. 50 % aus gesättigten Fetten aufgebaut. Und Ghee (anderes Fett natürlich auch) wirkt auch entgiftend. Die meisten Gifte sind nun mal fettgebunden. Wer zu wenig Fett isst, der kann sie schwer loswerden, weil der Körper das bisschen Fett was er hat und bekommt, festhält. 

Weil ich gestern noch einen schönen Kommentar bekam, "Kaffee ist eine Droge", dachte ich mir, ja, ein Käffchen wäre auch mal wieder schön. Dafür mache ich immer Eiermilch: 1 Ei mit ca. 50 g zerlassener Butter in ein Gefäß geben und bei laufendem Pürierstab mit kochendem Wasser auffüllen. Wenn man zuerst die Eiermilch in die Tasse gibt und dann den Kaffee, hat man sogar eine richtige Crema. Mein "Kaffee" besteht allerdings zu etwa 2/3 - 3/4 aus Eiermilch und nur zu 1/4 aus Kaffee (so 150 ml). Nur so mag ich es - weiß, cremig. Und gesüßt muss er sein. Dieses Getränk ist für mich auch eine gute Möglichkeit, Fett und Eiweiß im richtigen Verhältnis zu verzehren. Die ganze ketogene/fettbetonte Ernährungsweise ist viel einfacher durchzuführen bzw. durchzuhalten, wenn jede Mahlzeit das richtige Makronährstoffverhältnis hat, also reichlich Fett, ein wenig Eiweiß und wenig bis keine KH. 

Allerdings trinke ich Kaffee nicht jeden Tag, das ist mir dann doch zuviel. Das wird so inflationär, und da Kaffee tatsächlich eine Droge ist, missfällt es mir auch, ihn täglich als Nahrungsmittel zu gebrauchen. Mein Körper will den gar nicht so oft. Und, man muss es heutzutage auch erwähnen, der Kaffee ist dafür auch zu teuer. Für das kleine Päckchen sortenreinen bio-Arabica (ganze Bohnen), 250 g, zahle ich schon 5 Euro. 

Gestern abend hatte ich noch ein TK-Lachsfilet und Spinat, das war sooo lecker. An den Spinat habe ich auch einen Schuss Eiermilch gemacht (+ Butter), was richtig gut war.

Gewicht ist heute wieder etwas runtergegangen, bin auf knapp 65 kg, ansonsten sehe ich sehr gesund aus und freue mich auch nen Keks über meine gesunde Gesichtsfarbe inkl. leicht geröteter Bäckchen ;D

Donnerstag, 27. September 2012

Inhalte von "Optimal essen" und "Healing naturally by Bee" integrieren

Diese beiden "Lehren" sollten soweit übereinstimmen. 

Es handelt sich um LCHF-Diäten, Diät im ursprünglichen Sinn, also Ernährungsweise - und nicht Schlankheitskur. 

Es geht einzig und allein um die bestmögliche Gesundheit. 

Dafür ist es essentiell, die Kohlenhydrate auf ein Minimum zu beschränken, da sie nicht essentiell sind und eine ganze Menge Nachteile bringen; außerdem sind extrem viele KH-haltigen Nahrungsmittel mit Toxinen wie z.B. Schimmelpilzgiften, belastet (vor allem Getreide, aber auch Kaffee - ich habe dazu schon mal geschrieben). 

  • 1 gram of protein per kilogram of "due body weight"
  • Fats are calculated by taking each gram of protein multiplied by 2.5 (minimum) to 3.5 (maximum)
  • Carbs are calculated by taking each gram of protein multiplied by 0.8 (overweight people should consume lower carbs at 0.5 or 0.3). 

Gut. Als erstes also meine Ratio. Wären also 65 g EW, mind. 162 g Fett und max. 228 g, KH 52 g. 
Eingestellt im Cronometer ergibt das (die unsinnige! Prozentverteilung - Kwasniewski und HNbB verteilen sinnvollerweise in Gewichtsanteilen in Relation zum Körpergewicht) von 14:5:81. 
Gut, ich bin bis 70 g EW hochgegangen, da ich mich ja sportlich betätige. Wird wohl ok sein. 
Ergibt dann 70 g EW, 50 g KH, 180 g Fett. Bei 2000 Kcal. 


Die Diäten sind nicht nur fettbasiert, sondern auch auf der Basis von tierischen Nahrungsmitteln, also hauptsächlich Fleisch, Fisch, Eiern und (nur vollfetten!) Milchprodukten. 

Kohlenhydrate, insbesondere solche, die keine Einfachzucker sind und daher aufgeschlossen werden müssen, machen oft Probleme, gerade bei unseren sehr oft degenerierten Gesundheitszuständen. 
Proteine und Fette sind viel leichter verdaulich - und außerdem, im Gegensatz zu KH, essentiell. 

Die Hauptfette sind: Butter, Talg/Schmalz, Kokosöl, Eigelb, (hochwertiges!) Olivenöl. 

Alle Produkte sollten höchstmögliche Qualität haben, also von grasgefütterten und freilaufenden Tieren (im Fall von Fleisch z.B.) sein. Bio- oder vergleichbare Qualität ist obligat. 

Es versteht sich nahezu von selbst, dass die Nahrungsmittel so wenig wie möglich prozessiert sein sollten, frei von Zusätzen sind und nicht bestrahlt sein dürfen. 

Das Eiweiß stammt aus tierischen Produkten, da nur diese eine vollständige biologische Wertigkeit liefern können. Bei höherer BW benötigt man folglicherweise weniger Nahrungseiweiß. Kwasniewski spricht sogar nur von 30 - 50 g Eiweißbedarf am Tag.

Gemüse sollte vorrangig gekocht (Zellwände aufgebrochen und damit verdaulich) sein, Obst nur spärlich verzehrt werden. 

Es sollten mindestens 2, maximal 3 Mahlzeiten (mit Abstand von je 5 Std.) gegessen werden. 

Es sollte etwas Milchsaures integriert werden, um die guten Darmbakterien zu fördern. Auf der Seite von Healing naturally wird Kimchi empfohlen, milchsauer vergorenes Gemüse in kleinen Mengen zu jeder Mahlzeit. 
Ich persönlich mache und trinke gerne Kombucha sowie Joghurt, welche nicht weniger gut sein sollten.

Zucker ist Gift. Kochsalz ist Gift. 

Hier die healthy-foods-list. 

Vielleicht mag ja noch jemand mit mir auf wirklich gesunde Ernährung umstellen.
Ich bin ja zwar seit Jahren dran, aber es gibt immer noch was zu verbessern. Und genau das mache ich jetzt. 

Mittwoch, 26. September 2012

Aua. Oh Mann.

Nichts, nichts habe ich gestern und heute noch sportliches machen können. Der Muskelkater ist me-ga-mords-mä-ßig! Ich habe richtige Probleme, die 2 Stufen aus der Küche herunterzugehen, so weh tut es. 

Keine Ahnung ob ich dann demnächst wieder mit 100 Kniebeugen einsteige... 
Ich hab jetzt echt sowas wie Torschlusspanik, weil eigentlich noch ein paar gute Wettkämpfe dieses Jahr anstehen, bei denen ich natürlich nicht schlecht abschneiden will. Genaugenommen will ich auch nicht langsamer laufen als ich es bisher getan habe, sondern natürlich schneller. Könnte schwierig (whs. eher unmöglich) werden.

Letztes Jahr bin ich u.a. 

  • 13 km mit etlichen Höhenmetern in 1:01:52 Std., 
  • 10 km Straße in 47:xx, 
  • ~ 9 km flach in 41:xx 

gelaufen. Momentan scheint es mir utopisch, das jetzt auch abzuliefern. Mir fehlt Tempohärte.

Ich glaube, dass ich mich momentan erstmal hart auf Ketose umstellen sollte. Denn meine Spekulationen sind, dass mein Körper einfach lieber Eiweiß verzuckert, da ich doch ganz schön viel Eiweiß esse, Kwasniewski/Stocker aber nur von 30 - 50 g aus guten Quellen (= gute biologische Wertigkeit, welche bei meinen Nahrungsmitteln ja gegeben ist) Bedarf sprechen.

Ich habe fast ständig viel Hunger und Appetit. Bei KH-Kost hatte ich das viel weniger. Als ich wirklich mal tief ging ein paar Tage mit sehr wenig KH, habe ich den fehlenden Zucker im Gehirn gemerkt - Müdigkeit, Unkonzentriertheit. 

Wenn Eiweiß verzuckert wird, kostet dies den Körper Energie. Ein Umstand, warum ich auch mit 3000 Kcal + nicht wesentlich zunehme. Aus 100 g Eiweiß können nur 56 g Glukose erzeugt werden.

Was tun? Scheint, als wäre das Fettfasten von dem ich kürzlich schon schrieb, ein idealer Einstieg. Nur blöd, dass Training währenddessen nicht so wirklich angebracht ist. Andererseits sind es ja auch nur 5 Tage maximal, und ich Ochse hätte das Ergebnis doch schon lange haben können, hätte ich fettgefastet, als ich krank gewesen war.

Ich werd einfach noch 1 - 2 Tage überlegen. Und mit Training mach ich hart weiter, sobald dieser %!?$§-Muskelkater sich verzogen hat.

Und apropos Ochse; ich will mich jetzt endlich mal dranmachen, mir die Rohstoffe für Pemmikan zu bestellen und dann damit loszulegen. Was leckeres und gesünderes gibts für mich gar nicht.

Dienstag, 25. September 2012

Das beste Frühstück

Gestern war ich noch lange bei einer Freundin, wir haben u.a. yogiert und wollen das nun jede Woche Montag machen, evtl. auch mal laufen oder Bauchtanz etc. 

Essensmäßig wurde es noch ganz schön viel, da mir Obst und Gemüse (und Schokolade, ähem; dafür aber eine richtige Top-Schokolade, ohne Sojalecithin und mit herausragendem, hochinteressanten Kakao-Geschmack) bei ihr nicht gereicht haben und ich abends bei mir dann noch etwas zugeschlagen habe. Weiß nicht ob ich das noch nachtrage... 

Außerdem hab ich einen Muskelkater der sich gewaschen hat. Aua. Und zwar in den Oberschenkeln. Die waren ja eh die letzte Zeit schon verdächtig schlank. Früher waren das mal richtige Brocken, als ich noch viel Kampf- und Kraftsport gemacht habe und radgefahren bin. 

Der MK in Gesäß und Schultern dagegen ist etwas weniger, aber vorhanden. Weil es gestern auch ganz schön spät wurde, habe ich jetzt vor der Arbeit nichts sportliches mehr geschafft und mache heute nachmittag (evtl. mit Yoga und/oder etwas radfahren) weiter und schaue, dass ich diese Woche eine Basis lege, auf der ich dann meine 35-Einheiten-Challenge starten kann. So ein Muskelkater darf dann jedenfalls nicht vorkommen. So etwas einfach zu ignorieren (und sich nicht genügend Regenerationszeit geben und "drübertrainieren") kann böse enden - nämlich mit Muskelfaserrissen. 

Ich frühstücke ja eigentlich immer Eier - Eier sind top! Ohne Eier geht gar nichts (schon gar nicht in einer Paleo-Ernährung) - sie sind vielseitig zuzubereiten (auch süß), recht kostengünstig, praktisch, eiweißreich, gesund und lecker. 

Oft esse ich süße Omeletts (Eier als Pfannkuchen gebraten) mit Heidelbeeren und Apfel-Mango-Mark oder eben auch Gemüse-Rührei: 


Sooo lecker! Leider habe ich wieder mal hinterher festgestellt, dass mir 3 Eier nicht reichen. Memo an Lotti: VIER Eier zum Frühstück. 

Als Nachtisch gibts dann eigentlich immer noch Mandelmus mit Ghee. Ein "Vogelfrühstück" wär echt nichts für mich. Außerdem esse ich bei der Arbeit meist nichts und ich bin froh über solche Essenspausen, weil es mir zuhause doch manchmal schwerfällt, nicht zu grasen. 




Montag, 24. September 2012

Wieder reinkommen

Es ist nicht so einfach. Am Wochenende hing ich einfach nur unmotiviert herum, habe mir Filme aus der Videothek ausgeliehen (und geschaut natürlich) und natürlich ewig viel Zeit im Netz verbracht (normal, ne). 
Was die Erkältung anbelangt: Es kommt mit der Nasendusche auch immer noch etwas Rotz aus der Nase. 

Eigentlich wollte ich gestern ja schon laufen, aber natürlich scheue ich mich nun auch wegen der viel niedrigeren Temperaturen, an die ich noch nicht so richtig gewöhnt bin. Hmpf! Kaum hat man sich an eine Jahreszeit gewöhnt, kommt die nächste. Das bedeutet nun auch wieder (noch mehr) Klamottenberge.

Aber heute ist wieder Montag und das bedeutet Schluss mit der Faulenzerei. Ich hatte ja schon vor der Erkältung sowas wie eine 35-Einheiten-in-einer-Woche-Challenge überlegt. Einfach mal eine Woche 150 % durchziehen um zu sehen, was es bringt und wie es mir dabei geht.

Außerdem ist auch 1 x Pranayama am Tag dazu geplant (zählt nicht als Einheit, da kein Sport).

Geplant sind also, 7 Tage lang: 

morgens: 
  • Pranayama (ca. 20 Min.) 
  • Trampolin (ca. 15 Min.)
  • Workout (ca. 15 Min.) 
  • lockerer, kurzer Morgenlauf (ca. 5 km, ca. 27 Min.) 

 nachmittags/abends:
  • härtere oder längere Einheit radfahren oder laufen (Tempotraining!) (ca. 1 - 1,5 Std.) 
  • Yoga Asanas (ca. 45 Min. - 1 Std.) 

Das wären also 5 Einheiten am Tag. 7 Tage full power. Ruhetag? Lieber nicht. 
Und wenn ein Wettkampf ansteht, mache ich normal eben auch nur diese eine Einheit.

Allerdings kann ich nicht von 0 auf 100 gehen und da ich die letzten 2 Wochen fast gar nichts gemacht habe, werde ich diese Woche nur meinen kleinen Morgenlauf absolvieren, was das Laufen betrifft. Ich musste heute sogar mal ein paar kurze Gehpausen einlegen, weil meine Waden so schmerzten. So schnell kommt man also raus :( 
Aber das hatte ich neulich ja schon beim Trampolinspringen gemerkt... 

Mal sehen, wie es meinen Beinen nachher geht. Ich hatte ja langfristig 100 Kniebeugen/Ausfallschritte täglich geplant, welche ich auch heute gemacht habe (3 x 20 Jump Lunges, 3 x 10 Squats, 10 Jump Lunges). Als ich danach loslief, waren meine Beine total puddingartig und ich fühlte mich wieder auf der Zielgeraden beim 800-m-Lauf, wenn man kaum noch Kontrolle über die Beine hat, weil einfach nichts mehr geht. 

Ich bin dann aber einfach langsam weitergetrabt und es ging dann irgendwann.
Diese Woche mache ich einfach was ich kann (vielleicht kann ich sogar so viel, mal sehen), allerdings arbeite ich diese Woche auch, und danach kann ich mich oft nicht mehr motivieren, und außerdem gibt es häufig dann noch andere Sachen zu erledigen. 

Ich habe in "Was ich esse" eben noch ein paar Bildchen zu genau den Produkten verlinkt, die ich kaufe. 


Und hier auch mal wieder ein Futterplan, von heute: 

  • 1 Glas warmes Wasser mit Silicea-Gel
  • 2 Gläser Süßholzwurzeltee 


[Pranayama, Trampolin, Workout, laufen]


  • etwas Granatapfel-Aronia-Saft, Wasser
  • Glutamin 5 g 
  • Histidin 1 g 
  • Tyrosin 2 g 
  • Glycin 3 g 
  • Taurin ca. 2 g 
  • Kaliumcitrat 5 g 
  • Magnesiumcitrat ca. 1 g 

  • 6 Kapseln EAAs 
  • 4 Tabs Chlorella 2 g 
  • 1 Vitalstoffe-Langzeitkapsel 
  • 1 Tab B6 
  • 1 Kapsel D3 
  • 1 Kapsel D-Phenylalanin 

  • Omeletts aus 4 Eiern (228 g) 
  • Ghee ca. 15 g 
  • Apfel-Mango-Mark 50 g 
  • TK-Heidelbeeren 52 g 
  • Butter 12 g 


  • Paleo-Marzipan 51 g 
  • schwarzer Tee ca. 600 ml 






Freitag, 21. September 2012

Nahrungsmittel, die der Gesundheit schaden

Soeben habe ich im Netz eine höchst umfangreiche und interessant anmutende Seite gefunden.
Leider auf englisch. Na, geht schon.

Beim Drübersurfen sprang mir das hier ins Auge und ich denke, das gibt einen schönen Blogpost:


[von mir übersetzt]

Zusammenfassung von Nahrungsmitteln die der Gesundheit schaden: 

  • verarbeitete Nahrung, "Fake"-Nahrung, Fertigprodukte, weißes Mehl und weißer Reis 
  • bestrahlte und mikrowellenerhitzte Nahrung 
  • pasteurisierte Nahrung und Nahrung, die mit hoher Hitze bearbeitet wurde 
  • Nahrung und Getränke die Chemie enthalten, z.B. Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Farbstoffe, Geschmacksverstärker etc. 
  • genetisch veränderte Nahrung 
  • Zucker und all seine Formen, inklusive hoher Konsum von Früchten, Honig, Sirup, Melasse, Zuckeraustauschstoffen und "Fake-"Zucker etc. 
  • menschengemachte unnatürliche Pflanzenöle und -fette (außer Extra Virgin Olivenöl) und alle Produkte die sie enthalten 
  • Soja und sojabasierte Nahrung, Supplemente und Produkte 
  • Kochsalz 
  • Getreide, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte die nicht entsprechend vorbereitet wurden und alle Produkte daraus 
  • kohlenhydratbasierte Ernährungsformen 
  • Ernährungsformen und Diäten, die NICHT einen ausreichenden Eiweißgehalt aus Fleisch, Eiern und Meerestieren enthalten 
  • fettarme Diäten/Ernährungsweisen 


Joa, mein Reden kann ich da nur sagen.

Momentan plane ich ja wieder mal, mich in den nächsten Ketoseversuch zu stürzen. Ich gehe das mal ganz locker an. Momentan bin ich mit eher wenig Nahrung zufrieden.
Erkältung ist leider noch nicht 100 % raus, so mache ich aktuell leider keinen Sport.

Mittwoch, 19. September 2012

Die Waage sponn

...sponn? Heißt wohl so. Heute morgen 59,9 kg waren mir dann doch allzu suspekt und so stellte ich die Fliesen im Bad in Frage - und voila, Waage mal woanders plaziert und ich wiege 64 kg und nicht 60. Es hätte mich auch wirklich sehr sehr sehr gewundert, da ich mich nur wenig leichter fühle und nur etwas schlanker bin. Bei so einer Abnahme in dieser Zeit hätte auch irgendwas nicht mehr gestimmt, zumal ich es gar nicht so richtig gemerkt habe. 

Den Bericht zum Fettfasten habe ich im Netz leider nicht gefunden, aber lasst mir einfach im Kommentar eure Emailadressen da (mit dem Hinweis, nicht freizuschalten, dann sieht niemand öffentlich eure Adresse), dann schicke ich ihn euch (heute abend).

Ich bin fast wieder fit, dafür hat es nun meinen Mann erwischt. Meine Behandlung: 

  • Körper warmhalten, besonders die Füße 
  • Ruhe und frische Luft 
  • viel Schlaf 
  • Tee aus: Salbei (gegen die Halsschmerzen), Kamille, Pfefferminze, Cistus (antibiotisch!), Steviablättern, Vitamin C, getrocketen gemahlenen Gewürzen: Ingwer, Kurkuma (anti-entzündlich), Nelken (auch gegen Halsschmerzen) 
  • Glutamin in hohen Dosen (> 10 g), EAAs, Vitamin C, Zink + Selen, Vitalstoffe Langzeitkapsel - in etwas Fruchtsaft 
  • Honig
  • später noch Tee aus Süßholzwurzel (schleimlösend) 
  • und generell viel trinken 
  • auf Getreide und Milchprodukte verzichten (wirken verschleimend) 
  • Obst und Gemüse essen, insgesamt aber eher wenig essen (nur essen bei Hunger!) bzw. fasten

Und der Tee schmeckt richtig gut.
Das Immunsystem braucht Glutamin in großen Mengen, und gerade bei Krankheit. Damit kann man sehr viel erreichen. Auch Zink und Vitamin C in höheren Dosen sind dann extrem hilfreich. Ich bin den Kram also jetzt sogar schon nach nicht mal 3 Tagen wieder los. Früher haben Erkältungen bei mir 1 - 2 Wochen angedauert.

Und ich habe währenddessen sogar gearbeitet. Und getrunken *hust* und geraucht. Aber nur ganz wenig, hrhr. 
Aber falls hier jemand nen falschen Eindruck von mir hatte, so sollte der wohl nun revidiert worden sein.

Dienstag, 18. September 2012

Fettfasten

Ich begrüße wieder mal einen neuen Leser oder eine neue Leserin! Kann leider nicht sehen, wer es ist, mir wird nur die Anzahl angezeigt. 

Uddi (die mir geflüstert hat, dass sie auch bald bloggt ;)) hat mir von der Idee des Fettfastens berichtet. Diesen Ansatz findet man auch in einigen Ketoforen und so habe ich heute einen hochinteressanten Bericht darüber gelesen (welcher mir als Datei zugesandt wurde). 

Das Fettfasten ist sozusagen das letzte Mittel, wenn nichts anderes hilft um abzunehmen. Und das sehr effektiv, in sehr kurzer Zeit und das Gewicht kann offenbar danach auch sehr gut gehalten werden. Man fühlt sich dabei sehr wohl und hat keinen Hunger. Man isst allerdings nur um die 1000 Kcal und das Fettfasten ist nur für 5 Tage angebracht.

Grundlage ist eine Studie von Kekwick und Pawan, bei der herausgekommen ist, dass man mit dem Makronährstoff Fett als Grundlage (90 %) am effektivsten abnimmt. Und: Wer viel Fett isst, verbrennt auch viel Fett! Wer fettarm isst, dessen Körper wird auch sein eigenes Fett schwerer hergeben.


Die Essenz ist also: 

  • 1000 Kalorien aus 90% Fett
    Gewichtsabnahme von 400 g am Tag
  • 1000 Kalorien aus 90% Eiweiß
    Gewichtsabnahme von 270 g am Tag
  • 1000 Kalorien aus 90% Kohlenhydraten
    Gewichtszunahme von 100 g am Tag

Eiweiß ist zwar lange nicht so insulinotrop wie die meisten Kohlenhydrate, kann eine Abnahme aber doch, im Gegensatz zur (fast) reinen Fetternährung erschweren. Außerdem kann Eiweiß in Glukose (KH) umgewandelt werden. Fehlt jedoch auch das Eiweiß großteils (was auf Dauer natürlich keinesfalls empfehlenswert ist!!), reißt es einem das Fett nur so vom Körper - natürlich auch, weil man in tiefer Ketose weit mehr als die 100 g Fett (die ja hier aus der Nahrung zugeführt werden) verbraucht.


Die Person in dem Bericht hat in 5 Tagen mit dieser Diät übrigens 6,7 kg abgenommen, wovon glaube ich 6,1 kg Abnahme gehalten wurden. Sensationell, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie keinesfalls übergewichtig war (von BMI 20 auf BMI 18). Sie hat dabei überwigend Avocados, Macadamias und Kokosmilch gegessen, war (nach Übelkeitsproblemen am 1. und 2. Tag) aber sehr satt und zufrieden und berichtete sogar von mehr Sehschärfe. 

Ob ich das mal ausprobiere, weiß ich nicht. Wenn, dann um eher Ruhe in meinen Darm zu bringen. Ich habe ja jetzt eh ungeplant ca. 4 kg abgenommen. Ich kann es gar nicht richtig sehen. Aber die Oberschenkel sind doch etwas schmaler geworden - das ist ja das, was ich mir immer gewünscht hatte. Hauptsache, ich bin nicht schwächer geworden. Das wird sich zeigen, wenn ich wieder gesund bin und trainieren kann.

Außerdem ist das Fettfasten für mich eher ungeeignet, da es wie gesagt eine absolut Crash-Diät ist (aber m.E. die einzig sinnvolle!) und eben nur angewandt werden sollte, wenn nichts anderes funktioniert. Bei mir funktioniert aber eigentlich alles, was im Zusammenhang mit "weniger essen" steht. Wer nicht "metabolisch restistent" ist, für den ist die Kekwick-Diät nicht geeignet, weil die Abnahme zu schnell geht und daher wohl gefährlich sein könne.


Montag, 17. September 2012

Krank

Seit gestern morgen habe ich Halsschmerzen, ganz große klasse. Die sind zwar jetzt fast weg, aber es bleiben Husten und Schnupfen. 

Die neue Wohnung ist eben doch etwas kälter als die alte, außerdem arbeite ich seit Freitag wieder und Schulen sind ja die reinsten Virenzoos - mein Immunsystem war sicher nicht drauf eingestellt und der Sache nicht gewachsen, wo ich gerade offenbar die Nahrung ganz schlecht resorbiere. Denn hab ich ernährungstechnisch mal wieder offenbar einiges falsch gemacht, langsam hab ich echt keinen Bock mehr. 

Wenn ich von Leuten mit psychischen Problemen mit dem Essen lese, denke ich fast, dass die es ja gut haben. Vertragen alles und brauchen sich nicht um Kopf und Kragen zu fressen. 
Aber nun neuerdings Colitis-Symptome sind überhaupt nicht witzig. Ich habe mind. 5 Tage in Folge weit über 3000 Kcal gegessen, jeden dieser Tage über 200 g Fett (und auch reichlich Protein) und ich nehme ab. Ich wiege nur noch 62 kg und das hat mich doch etwas erschreckt. Ich friere und ich bin schwach. 

Ich habe die SCD eingehalten, ja, aber viel zu viele Nüsse bzw. Mandelmus/-mehl gegessen - was einfach zuviel Omega-6 ist (entzündungsfördernd und auch für den Darm nicht gerade das Non-Plus-Ultra). Außerdem viele Erbsen. Beides gehört nicht gerade zu den superverträglichen Sachen, vor allem nicht am Anfang der SCD. 

Und jetzt rudere ich einfach herum, esse auch wieder Obst und trinke Säfte und weiß nicht, ob ich es vertrage oder nicht. Ich brauche jetzt mal langsam harte Fakten, so komm ich nicht weiter. Ich werde mich mal um einen Termin für einen Fruktosetoleranztest beim Arzt bemühen, das ist das erste. Dann werde ich mir wohl diesen Darmcheck bestellen, damit ich endlich weiß, was Sache ist mit den Bakterien und ggf. auch Parasiten, Candida, Hefen etc. 

Von einer eventuellen Fruktosemalabsorption zu wissen, ist absolut wichtig für mich, da Obst und Säfte (und Honig) meine einzigen KH-Quellen unter der SCD (bei der ich bleiben werde) sind und auch sehr viele Gemüsesorten von dieser Problematik betroffen sind. Ich esse einfach sehr gerne Obst und meine Nahrungsmittelpalette ist ja so schon extrem eingeschränkt. Auf Dauer macht einen das einfach total mürbe, und ich muss in jedem Fall so einiges supplementieren (besonders an Mineralien - Ca, Mg, Si, K).

Der SCD-Joghurt tut mir aber offenbar gut (wird auch ausdrücklih bei CU empfohlen). 
Langsam regt es mich auf, körperlich durch mangelnde Nährstoffresorption so eingeschränkt zu sein, in "Wirklichkeit" könnte ich vielleicht viel mehr sportlich leisten. 

Mittwoch, 12. September 2012

Blogaward

Claudia von Aktion Neo hat mir einen Blogaward verliehen! Danke liebe Claudia :)



Jetzt hoffe, ich dass ich nicht zu blöde bin, das zu handhaben, lol. Bei sowas kapiert die Lotti nämlich nur schwer, nich ;)

Ich denke, nun muss ich auch 5 Blogs benennen, die ich sehr gerne lese.

Ah, hier stehts ja:

Die Regeln für die Weitergabe:


  1. Berichte über den Award.
  2. Verlinke die Person, die dir den Award verliehen hat.
  3. Verleihe den Award an 5 Personen, deren Blog unter 200 Leser hat.

Tja, das mit den den 200 Lesern ist ein Problem, da ich nirgends die Leser sehen kann, nicht mal bei meinem eigenen Blog :(
Ich kann einzig und allein in meinem Dashboard die Zahl sehen, sonst nichts. Und dieses Problem ist einfach nicht in den Griff zu kriegen; es ist auch egal, welchen Browser ich benutze.

Und ob die doch eher "fachlichen" Blogs, wo es sich mehr um Themen als um die schreibende Person dreht, da "mitspielen"...? Egal. 


Aesir Sports - Zeit, diesen hochwertigen Blog etwas bekannter zu machen. Hier gehts bzgl. Ernährung und Fitness schon richtig ans Fachliche, Eingemachte. Extrem gut und sachlich in alle Richtungen recherchiert. Unkonventionell, revolutionär. Ein Forum ist auch angeschlossen.

...it's time to change - die wunderhübsche Lisa schafft es aus der Essstörung und isst und erlebt dabei so einiges. 

Gusto & Aroma - hier kocht und kennt sich Bettina ganz toll mit Ayurveda und Paleo aus, verbindet beides sehr schön. zeigt auch immer sehr viele Bilder (ganz im Gegensatz zu mir).

Paleosophie - hier dreht sich alles um die Paleo-Ernährung, aber auch Gesundheit und etwas laufen. Ich liebe fachliche Blogs und Sachbücher.

Marathonfitness - hier steht das Laufen im Mittelpunkt der hochinteressanten Beiträge, aber auch Ernährung, allgemeine Fitness und viel Fachliches wird mehr als nur angeschnitten.


Montag, 10. September 2012

Den Körper wieder aufbauen

Heute habe ich immer noch Muskelkater vom Wettkampf. Ich befinde mich im Wiederaufbau.

Leider sind wir gestern nicht gestartet, da Basti auch zu kaputt war für einen Halbmarathon. Ich hatte erst überlegt, abzusagen, wäre aber letztlich doch gelaufen. Nun gut, allein wollte ich auch nicht so weit fahren. 

Also hat Basti einen lockeren, längeren Lauf und ich die Radbegleitung dazu gemacht. So bin ich gestern also 1:39 Std. langsam radgefahren, 26,2 km. 

Mein Gewicht liegt etwa zwischen 64 und 65 kg und ich denke, da wird es auch bleiben. Viel Körperfett könnte ich ja eh nicht abnehmen, mit ach und krach vielleicht 1 - 2 kg, aber irgendwann ist man bei einem Punkt, wo dann die Körperfunktionen aufgrund zu niedrigen Körperfettgehaltes nicht mehr richtig laufen. Da wehrt sich mein Körper schon dagegen und zeigt mir Hunger an. Ich habe nun mal mehr Magermasse als gewöhnliche Leute und ich merke immer wieder, dass ich damit auch viel mehr Kraft besitze.

Momentan esse ich hauptsächlich Eiweiß und Fett, und von beidem reichlich, ich brauche es. Ich habe sogar schon wieder Obst gegessen, gestern einen Granatapfel und einen überreifen kleinen Apfel. Außerdem etwas Papaya und Grapefruitsaft. Ich brauche das Saure, Frische unbedingt als Ausgleich für die eiweiß- und fettlastige Kost. Habe richtig schlimm Appetit drauf! Vata soll süß, sauer und salzig essen. Eiweiß und Fett fördern Kapha, also damit auch Kraft und Ausdauer, und das Saure ist mein Ausgleich, das ich aus Joghurt, Kombucha und Obst bekomme. Der Kombucha benötigt noch ein paar Tage. 

Ich freue mich auf meine "neue alte Kost" und bin mehr denn je davon überzeugt, dass es die richtige für mich ist. Man kann unglaublich schnell damit sportliche Fortschritte machen, weil so viele wertvolle Baustoffe zur Verfügung gestellt werden, die eine kh-betonte Kost gar nicht bieten könnte. Und: Wer die KH nicht zyklisch einsetzt, ist immer auch ein bisschen zu fett - oder verliert sogar Muskelmasse durch Glukoneogenese bzw. allgemein zu wenig Eiweiß und hat damit auch zu wenig benötigte Muskeln bzw. baut diese nur ganz langsam über die Jahre auf. Das ist eben der Nachteil bei Amateursportlern, die sich mit Ernährung nicht auskennen. Die werden nur ganz langsam besser und auch sonst ist die Körperzusammensetzung suboptimal, was in zu wenig Kraft/Magermasse und/oder zu viel überflüssigem Körperfett resultiert. 


Ernährung heute: 

  • 1 Glas Wasser mit Schindeles Mineralien (ca. 3 g) 

  • Kaffee mit Eiermilch (1/2 Ei, 25 g Butter)

  • SCD-Joghurt 145 g 

  • Häppchen aus 
  • Salami Toro 42 g 
  • Kokos-Kürbiskernaufstrich 7 g 
  • Gurke 49 g
  • Paprika 11 g 


  • schwarzer Tee ca. 300 ml 
  • mit Grapefruitdirektsaft 151 g 


  • 1 Feige 75 g 
  • 4 Kaktusfeigen 248 g 



  • 2 Omeletts (2 Eier) 
  • Apfel-Mango-Mark 50 g 
  • Ghee ca. 8 g 

  • Walnüsse 34 g
  • weißes Mandelmus 39 g
  • mit Ghee 6 g 

  • Bergkäse 78 g 
  • mit Butter 24 g 
  • 1 Möhre 54 g 
  • Gurke 65 g 
  • Steinsalz 


  • Wasser ca. 300 ml 


  • Grüntee Sencha ca. 900 ml 


[laufen]

  • Wasser ca. 350 ml 
  • Grapefruitdirektsaft 135 g 
  • Magnesiumcitrat 3 g 
  • Kaliumcitrat 6 g 
  • 1 Tab B6 50 mg 
  • 1 Kapsel Mg + K + B-Komplex + Folsäure + Q10 
  • Vit. C ca. 0,3 g 
  • Histidin 1 g 
  • Lysin 1 g 
  • Glutamin 14 g 
  • Glycin 3 g 
  • 10 Kapseln EAAs
  • Tyrosin 2 g 
  • 1 Kapsel D-Phenylalanin 
  • Traubenzucker 7g 

  • TK-Erbsen ca. 105 g 
  • Putenbrust ca. 155 g 
  • Ghee ca. 10 g

  • Walnüsse 30 g 

  • Magnesiumcitrat ca. 2 g 
  • Wasser ca. 700 ml

Kcal 2862 
EW 148 g 
KH 110 g 
Fett 205 g


Bin also abends noch gelaufen, ca. 9 km (GA1) in 50 Min.
War ziemlich gut, ich habe mich leicht und stark gefühlt. So viel habe ich also nicht abgebaut. Meine Kräfte kommen zurück.


Samstag, 8. September 2012

Doppelsieg beim Wettkampf: 10 km [9,3 km]

Ich schaute heute morgen aufs Thermometer: 16,5 °C. Wetter mild und sonnig. Sehr schön. Basti holte mich um 8:30 Uhr ab und wir dachten an den gleichen Lauf letztes Jahr - einer der schlimmsten in 2011: saukalt und windig, wir hatten zu wenig Klamotten dabei, es war völlig verregnet und demzufolge sind wir nicht nur beim Laufen selbst sehr nass geworden.

Ich entschied mich spontan für 10 km. Es gab auch 5 km. Keine gute Strecke für mich, 5 km brauche ich schon, um erstmal warm zu werden.

Schon beim Einlaufen merkte ich, dass ich irgendwie nicht in Form war. 

Nachdem die Kinderläufe durch waren, fiel um ca. 10:00 Uhr die Startklappe. Es ging in einen Wald, der dieses Mal wirklich schön war. Ein paar Anstiege gab es auch, ein bisschen Straße. 2 Runden mussten für die 10 km gelaufen werden. Mir tat schon bald der Bauch weh. Gefrühstückt hatte ich ausschließlich Aminosäuren, warmes Wasser und noch ein paar weitere rein chemische NEM, die sicher keine Probleme machen könnten. Das Laufen selbst schadet dem gereizten oder entzündeten Darm momentan.

Ich konnte schon nach 2 km nicht mehr wirklich. Meine Muskeln hatten und produzierten überhaupt keine Energie. Durch die Insulinschübe die letzten Wochen hatte ich das Gefühl, an mein Fett als Treibstoff kaum heranzukommen. Ich musste Tempo rausnehmen und wurde schon bald oft überholt. Meine Arme taten weh. Die Beine natürlich auch. Alles tat weh. Hulk-Effekt, wie wär's heute mit uns?? 

Ich überlegte, nach der 1. Runde (5 km) auszusteigen. Es ging mir richtig schlecht. Sah aber angeblich noch gut aus. Doch das Abbrechen hätte meiner Mentalität, die eh schon nicht die Wahnsinnswillenstärke aufweist, schaden können. Abbrechen, Blödsinn! Das hier sind doch nur 10 km, kein Halbmarathon... Ich würde es schon überleben. Und sofort ging es mir etwas besser. Die 2. Runde lief ich mit 2 Männern tempogleich, und nach etwa der Hälfte kam etwas Kraft zurück, so dass der eine etwas zurückfiel. Aber richtig anziehen konnte ich nur noch ca. 30 m vorm Ziel, ich war einfach zu schwach und fertig, auch wenn ich an den Anstiegen nie Tempo verlor. 

Ich brauchte eine ganze Weile und einige Becher Wasser, bis sich mein Kopf von einem schwummrigen Zustand langsam erholt hatte. Meine Zeit: 48:21. Das konnten unmöglich echte 10 km sein, dafür war ich viel zu langsam gelaufen. Basti hatte 9,3 km mit GPS gemessen, er hatte in 32:xx gewonnen.

Es gab eine Million Altersklasse- und Gesamtwertungen, die aufs Treppchen mussten, bevor ganz zum Schluss die Gesamtwertung im Hauptlauf Frauen und Männer gemacht wurde. Basti und ich haben beide jeweils einen riesigen Pokal gewonnen (bitte nicht...), fast einen halben Meter ist das Teil hoch. Die Sektflasche konnte ich gegen so ein Set mit 5 Flaschen verschiedenem Bier eintauschen (das ist mehr was für den lieben Mann) und über den Blumenstrauß mit Sonnenblume habe ich mich gefreut.

Freitag, 7. September 2012

Heute

- fühle ich mich ganz ok. Weil ich allerdings fand, dass ich heut morgen extrem schlecht im Gesicht aussah, habe ich mal ganz ungewöhnlicherweise ein bisschen drübergeschminkt. Wahnsinn, was das ausmacht. Die Welt besteht in Wirklichkeit aus Vogelscheuchen, ich sags euch ;) 

Im Grunde totaler Beschiss, alles Lüge. Der Planet der Lüge, logo. Kotz!
Man gaukelt Gesundheit und Schönheit vor, wo in Wirklichkeit keine ist. Man hat Augenringe, Pigmentflecken und Pickel und unreine Haut und was-weiß-ich-noch-alles, aber belügt die anderen über seinen Zustand. Natürlich schöner Mensch = gesund = gesunde Nachkommen = attraktiv. Gesundheitlich beeinträchtiger Mensch soll sich nicht fortpflanzen, also ist sein Aussehen eher unattraktiv für andere... logisch, was ;)
Doch wir bescheißen aus Eitelkeit und Egoismus lieber... Katy Perry war ja wohl kürzlich auch ungeschminkt zu sehen. Nein, das sah nicht gut aus.
Ich schminke mich im Alltag ja nie und auch wenn ich früher unterwegs war, war das immer recht dezent, weil alles andere gleich total angemalt bei mir aussieht - furchtbar, und ich weiß nicht, wieso.  Vielleicht kann ich es einfach auch nur nicht. Allerdings wurde ich auch schon mal für ein Shooting geschminkt und fand, dass es furchtbar aussah. Wie auch immer, ich bin allein schon zu faul um ständig abzuschminken... 

Aber man fühlt sich meist schon etwas anders, wenn man schöngemalt ist. Andererseits fühle ich mich auch gut, wenn ich mit Absicht scheiße aussehe - bin ich ein Stück Fleisch, das sich immer angaffen lassen will oder was?! 

Tja, mal so, mal so. Das bin ich. Muss man sich immer einordnen? Nö danke. 

...und als ich so einkaufte, traf ich eine Freundin im Laden. Sie hatte kürzlich einen Knoten in der Brust ertastet, und ich wollte gleich mal anfassen. Der war ganz schön groß. Jetzt hat sie natürlich Angst und ich hoffe für sie, dass es nichts "bösartiges" ist. Meine Schwester hatte ihren Tumor auch vor einigen Jahren selbst ertastet. 

Ich erzählte ihr auch von meiner momentanen gesundheitlichen Situation und eine Frau im Laden "mischte" sich ein. Sie empfahl mir dies und jenes als Behandlung und überhaupt zur Diagnose, Schüßler Salze (wovon ich wenig halte) und den ganzen Kram. Ich machte ihr erstmal klar, dass ich aufgrund der ausbeuterischen selbsternannten "Eliten" dieser Welt kein Geld habe, um es unüberlegt irgendwelchen Heilpraktikern in den Rachen zu werfen, die sich mit Sicherheit schlechter mit Ernährung auskennen als ich es mittlerweile tue. Da fing sie an, "Sie dürfen dem Ganzen keine Energie geben, Sie dürfen diese negativen Gefühle nicht in sich hineinlassen, das übersäuert Sie nur.". Sofort schrillten meine Rober-Betz-Alarmglocken. Moment mal. Wieso DARF ich nicht? Klar darf ich. Ich TUE es ja schon. Also darf und will ich das ja wohl so. Als ich später darüber nachdachte, fand ich, dass sie seltsam beherrscht und bestrebt, nur Gutes zu denken, schien. Irgendwie unnatürlich. Zwar echt und aufrichtig gemeint, aber vielleicht viel zu rational. Erstarrt im selbsterschaffenen Dürfen- bzw. Nicht-dürfen-Dogma.

Ich bin ein impulsiver Mensch, und wenn ich herumschreien oder -schimpfen will, warum sollte ich es nicht tun? Ich darf das! Ich erlaube es mir einfach.

Jedenfalls habe ich bei Diplompsychologe Robert Betz (hört mal seine Vorträge auf Youtube an) gelernt, dass uns Menschen sagen, wir dürften bspw. keine Angst oder Trauer haben, weil sie selbst damit nicht umgehen können. "Du musst nicht traurig sein!" - Wann sagt man das? Wenn der andere schon traurig ist. Also völlig sinnlos. Man möchte, dass der andere seine Gefühle verdrängt, weil man selbst diese Gefühle bei sich nicht zulässt. Man kann damit nicht umgehen. Es ist ganz eindeutig selbst Trauer/Angst etc. in einem - verdrängt, und gerade in Gefahr, hochzukommen. 
Dabei sagt Herr Betz doch so schön, dass wir hier auf der Erde sind, um intensive Gefühle zu leben. Wir dürfen. Und sollten. Unterdrückte Gefühle bahnen sich notfalls durch Krankheit ihren Weg...

Ja, meine Freundin hat sicher Angst, und sie meinte zu mir, dass man ja nun keine Angst haben dürfe, weil man es damit wohl noch schlimmer mache. Aber das ist Unsinn, sagte ich ihr. Die Angst ist doch eh schon da. Verdrängen, was soll das nützen? Nein, lebe deine Angst, geh da durch, sagte ich. Natürlich DARFST du Angst haben! Lebe sie. Gefühle wollen angenommen und gelebt werden.

Und falls es wirklich unguter Natur ist, so ist man dem doch auch nicht hilflos ausgeliefert. Erworbene Krankheiten können IMMER den Rückweg antreten. Man darf nur nicht auf Nixwisser hören, die Unwissen mit Wissen verwechseln. Wir befinden uns nun mal vom Wissensstand hier auf Mittelalterniveau, auch wenn die arrogante, selbstherrliche und selbstverständlich unfehlbare "Wissenschaft" uns das Gegenteil weismachen will. Das ist eben das Kennzeichen von Arroganz.

Ich trete jetzt auch den Rückweg an. Den Rückweg zu einem hoffentlich irgendwann gesunden Darm. Und das heißt, ich mache die SCD diesmal wirklich. Ohne Schokolade. Das ist zu schaffen. Ich schaffe es locker. Ich hätte das Ergebnis lange haben können. JETZT ist der Zeitpunkt anzufangen. 

Und so gab es heute:


  • Eiermilch-Kaffee 


  • Paleo-Marzipan 32 g 
  • Mandelmus 36 g 
  • mit Ghee 6 g 


  • Bergkäse 48 g 
  • mit Butter 15 g 
  • gelbe Paprika 15 g 
  • Gurke ca. 75 g 


  • grüner Tee 


  • 1 Rinderhüftsteak medium gebraten ca. 188 g 
  • mit Butter 22 g und Majoran 
  • 2 Cherrytomaten 
  • TK-Erbsen 105 g 
  • und Möhre gekocht 113 g 

  • Paleo-Marzipan 39 g 


  • grüner Tee 


  • Walnüsse 42 g 
  • Spirulina Crunchies 3 g 


  • 10 Kapseln EAAs 
  • Kaliumcitrat 
  • Magnesiumcitrat 
  • Vit. C 
  • 1 Kapsel Vitalstoffe Langzeit

Kcal 2016 
EW 107 g 
KH 37 g 
F 161 g 


Ich bin richtig satt und zufrieden. Ich hoffe, das bleibt so. Noch dürfte einiges an Leberglykogen fürs Gehirn vorhanden sein, mal schauen, wie es sich entwickelt.
Richtig gut ist die Makronährstoffverteilung und die Kcal-Menge.

Ich habe erstmal nicht mehr vor, Essenspläne zu machen. Mein momentanes Konzept der SCD lässt ja viel Spielraum. Ich esse auch wieder ein paar Milchprodukte - SCD-Sahnejoghurt (heute angesetzt und morgen fertig) und Bergkäse in begrenzten Mengen.

Ich esse, worauf ich Appetit in diesem Rahmen habe, vorerst noch sehr vorsichtig mit Fruktose. Heute hatte ich ganz offenbar keinen Appetit auf Eier. "Dafür" habe ich Steaks und Putensteaks gekauft.

EAAs habe ich seit heute auch wieder und schon 2 Lagen Kapseln befüllt.