Dienstag, 25. Dezember 2012

Ayurveda: die Basis

Ich hoffe, ihr habt alle schöne Weihnachten gehabt. 

Ich habe heute ein paar Ayurveda-Vorträge angehört, um so mein Wissen zu festigen und noch mehr davon im Alltag umzusetzen. Meine Zusammenfassung: 


  • heißes Wasser trinken 
Wasser ist die Basis unseres Körpers und essentiell für den gesamten Stoffwechsel; außerdem für den Abtransport von Ama (Schlacken), die immer entstehen (man aber auf ein Minimum begrenzen kann und sollte). 
Wenn ihr Leitungs- oder Flaschenwasser nehmt, so kocht dieses mind. 20 Minuten. Die Cluster werden aufgebrochen und das Wasser ist somit leichter zellverfügbar. Länger gekocht, schmeckt es etwas süß. Durchs Kochen fällt vorhandener Kalk aus und schädliche Weichmacher wie Bisphenol-A verdampfen. 

Wasser ist universell, im Gegensatz zu Tee, der eine spezifische Information bietet. Daher ist Wasser für den damit angestrebten Zweck besser und hat mehr Entgiftungskräfte; Tee kann man natürlich zusätzlich trinken. 
Man kann etwas Ingwer mitkochen; die Schärfe aktiviert Agni, das Verdauungsfeuer, ohne Pitta anzuregen, da Ingwer zwar scharf schmeckt, aber süß verdaut wird. 

Das heiße Wasser sollte alle halbe Stunde getrunken werden, wenige Schlucke zu einer Mahlzeit und ab ca. 1 - 1,5 Std. nach einer Mahlzeit wieder.

Das Wasser sollte so warm getrunken werden, wie es noch angenehm ist, also bitte nicht damit verbrühen.


  • niemals mit Milch und süßer Sahne kochen 
Selbst geringste Mengen Milch sind unverträglich mit anderer Nahrung (vor allem mit Salz, Fisch, Fleisch, gesäuerten Milchprodukten) und produzieren unweigerlich Ama (auch in geringen Mengen im Kaffee), welches langfristig zu Krankheiten führt. Milch sollte nur heiß und mit Gewürzen stets allein getrunken werden. Kalt produziert sie ebenfalls Ama.
Daher sollte man auf Pflanzen"milch" umsteigen oder für Kuchen, Pfannkuchen etc. einfach Wasser benutzen. 


  • täglich mind. 1 Teelöffel Ghee essen 
Ghee ist das beste Fett, und ist sogar reicher an Biophotonen als Butter. Es ist selbstverdaulich, stärkt Agni, verbessert den Geschmack aller Speisen und erhöht die Aufnahme von Nährstoffen. 


  • 3 Mahlzeiten, keine Zwischenmahlzeiten 
Wird wieder gegessen, bevor die vorherige Mahlzeit gänzlich verdaut wurde, entsteht ebenfalls Ama. Daher sollte man ein paar Stunden Pause lassen, außerdem stets zur selben Zeit essen wenn möglich - dies erhöht die Verdauungskraft, weil der Körper sich darauf einstellt. 

Die Hauptmahlzeit sollte mittags erfolgen, weil Agni dann am stärksten ist und man selbst schwerverdaulichere Dinge essen (und rückstandsfrei verbrennen) kann. Rohkost sollte daher auch nicht abends gegessen werden. 


  • überwiegend warm essen - und stets frisch gekocht 
Unser Agni bestimmt unsere Gesundheit und Lebenskraft. Warmes Essen ist daher der Gesundheit förderlich, während zuviel kaltes Essen, besonders zu ungünstigen Tageszeiten (morgens und abends) Agni schwächen kann. Abends eine warme Gemüsesuppe ist der Gesundheit weitaus zuträglicher als kaltes Brot.

Nur frisches Essen hat noch ein hohes Maß an Biophotonen, welche imstande sind, uns wirklich Lebensenergie zu schenken. Nicht chemische Stoffe allein halten unseren Körper zusamme; vielmehr ist es die in der Nahrung gespeicherte Lichtenergie, die u.a. die Informationsübertragung unserer Zellen gewährleistet.

Aufgewärmtes und altes Essen hat tamasige Eigenschaften und überträgt diese auch auf unseren Körper und Geist. 


  • Kombinationen beachten 

Falsche Kombinationen produzieren unweigerlich Ama und führen damit spätestens langfristig sehr oft zu schweren Krankheiten. 

Die wichtigsten:
  • Milch/süße Sahne nicht mit anderer Nahrung 
  • rohes Obst nicht mit anderer Nahrung 
  • Vollkorn nicht mit Zucker/Honig
  • kohlenhydratreiche Nahrung nicht mit eiweißreicher (Kartoffeln + Fleisch z.B.) 
  • rohe Nüsse und Getreide nicht mit Salz 
  • tierische Eiweiße nicht kombinieren (Ei+ Käse z.B.) 
  • Honig und Ghee nie zu gleichen Teilen 
  • Tomaten nicht mit Gurken


  • stets gewürzt essen
Gewürze wirken stark basenspendend und verbessern außerordentlich die Verdaulichkeit und den Geschmack der Speisen, so dass Zunge, Geist und Körper besser zufriedengestellt werden. Außerdem besitzen sie weitere Vitalstoffe wie ätherische Öle und starke Antioxidantien; Kurkuma ist z.B. stark anti-inflammatorisch. Es sollte individuell für den eigenen Typ gewürzt werden. 

Beim Einkauf auf Bioqualität achten, da Gewürze u.a. bestrahlt sein können. 



Samstag, 22. Dezember 2012

Welche schädlichen Stoffe gibt es, die man mit Ernährung vermeiden kann? Teil 2


Zeit für den 2. Teil dieser Serie. 



Dieser Stoff, der mit der EU-Gefahrenstoffkennzeichnung "reizend" gekennzeichnet ist, bildet sich bei der thermischen Zersetzung von Kohlenhydraten. HMF könne bei vielen mit Hitze behandelten Lebensmitteln einschließlich Milch, Fruchtsaft, alkoholischen Getränken, Honig, usw. nachgewiesen werden, so der Wikipedia-Artikel

Je höher und auch länger erhitzt wird, desto mehr entsteht davon - dies können wir dem Absatz zu HMF im Honig entnehmen.
Erhitzter Honig ist laut Ayurveda toxisch, was m.E. mit diesem Stoff zusammenhängen könnte.

Allerdings scheint nach heutiger populärwissenschaftlicher Auffassung keine größere Gesundheitsgefahr von diesem Stoff auszugehen, so dass das toxische Potential desselben insgesamt in der Aufzählung dieser Stoffe wohl eher, vor allem in Hinblick auf andere in dieser Auflistung, als vernachlässigbar gelten kann.

Dennoch berichten oftmals Anhänger der Vollwertküche, welche Zucker durch Honig ersetzt, dass diese Backwaren schwerverdaulich seien.

Enthalten in: allen Backwaren mit Honig, pasteurisierten bzw. insb. ultrahocherhitzten Produkten. 

Lösungen: Für heiße Getränke und Backwerk statt "gesundem Honig" lieber zu besseren Zuckeralternativen greifen: Steviasüßstoffe, Xylit/Erythritol uvm.; Frischmilch- statt H-Milch-Produkte verwenden, Säfte selbst frisch pressen statt pasteurisierte Fruchtsäfte kaufen. 

Nitrosamine

Nitrosamine sind eine Verbindung aus Nitrit und Aminen. Nitrit ist Bestandteil von Nitritpökelsalz, welches als Konservierungs-, Farb- und Geschmacksmittel für Fleisch eingesetzt wird, aber auch in anderen Lebensmitteln vorkommen können. 

Das Nitrit reagiert mit enthaltenen Aminen in den Lebensmitteln unter Hitzeeinwirkung zu Nitrosaminen, welche kanzerogen wirken und in Tierversuchen Schäden an Leber und Erbgut hervorgerufen haben.

Enthalten in: gepökelten Fleisch- und Wurstwaren, Käse, Fisch, Bier - in geringen Mengen; in größeren Mengen enstehen sie vor allem beim Erhitzen von solchem Fleisch/Wurst. Außerdem entstehen Nitrosamine beim Aufwärmen von Spinat.

Lösungen: Genannte Produkte nicht erhitzen; zum Grillen unbehandeltes Fleisch verwenden; Schinken, Würstchen, Kassler, Käse etc. nicht erhitzen, Spinat nicht aufwärmen.


Benzpyren

Benzpyren ist ein polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff (PAK) und entsteht bei Verbrennungsreaktionen, z. B. durch Rauch oder verkohlen. Durch den Rauch schlagen sich diese bedenklichen Substanzen an Fleisch und Würstchen nieder. Besonders viele PAK, darunter das krebserregende Benzpyren, entstehen, wenn Fett aus dem Grillgut in die Glut tropft und verbrennt. 
Auch auf Getreide und Gemüse schlägt sich dieses Gift nieder - durch die Luftverschmutzung aus Autoabgasen und Heizungen. 

Enthalten in: v.a. frisch gegrillten Speisen, die nicht entsprechend geschützt wurden, siehe 

Lösungen: kein allzu fettes Fleisch beim Grillen verwenden, Fettränder abschneiden. Marinaden vor dem Grillen abtupfen. Grillschalen verwenden. 


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Die Bücher sind da!

Ich hatte bei Finchens Gewinnspiel ja 2 Bücher gewonnen, und Felix von Urgeschmack hat mir netterweise sein Dessertbuch zukommen lassen. Danke euch 2 lieben, für die Lektüre und die netten Weihnachtswünsche!!! :)))))

Da habe ich endlich mal wieder was neues zu lesen, das kommt genau richtig. Ich werde also denke ich, bald mal rezensieren ;)



Mittwoch, 19. Dezember 2012

Gewohnheiten und so - der 400. Post :)

Ich habe mal wieder eine Wochenbilanz, yeah :) 
Endlich mal wieder über 7 Std. Sport. Drunter finde ich es müßig, Wochenbilanzen einzustellen. 

Allerdings war das auch nur möglich mit vielen Fußmärschen, was man ja am Verhältnis von Laufzeit zu km in der Bilanz sieht. Ich jogge aber immer zumindest eine Teilstrecke, schätze so etwa die Hälfte bzw. gestern zur Physio und zurück komplett (dann aber auch in Laufklamotten). 

Mit der Ernährung bin ich immer noch ein wenig am Probieren: Wie werde ich am besten und effektivsten satt, habe ein Höchstmaß an Energie und nehme trotzdem dabei ab? 
Ich esse jetzt "schlank-im-Schlaf"-like den Großteil der Kohlenhydrate morgens, völlig entgegen meiner alten Gewohnheiten; ein paar KH mittags und keine mehr am Abend. 

Die meisten Menschen sind ja bequem und hassen es, Gewohnheiten zu ändern. Das ist auch nicht unbedingt eine Charaktereigenschaft, sondern hat biologische Gründe: Das Gehirn liebt Gewohnheiten. Man fühlt sich in dieser Komfortzone der Gewohnheit sicher; und Sicherheit ist ein Grundbedürfnis, das erfüllt werden will. Daher fällt es auch so schwer, schlechte Gewohnheiten aufzugeben, selbst wenn man genau weiß, dass sie einem schaden.

Naja, ich habe natürlich auch so meine Gewohnheiten. Genaugenommen aber genieße ich es, viele  auch zu verändern. Ich wurde sogar schon als "süchtig nach Veränderung" bezeichnet ;D 

Ich kann nicht sagen, dass ich das negativ finde. So kann man sich schließlich nur weiterentwickeln. Aber man sollte natürlich auch hier differenzieren: Nicht jede Gewohnheit ist schädlich; man sollte danach streben, die für einen schädlichen Gewohnheiten durch gute zu ersetzen. 

Jedenfalls dachte ich lange, dass das Prinzip von schlank-im-Schlaf blödsinnig sei, da man mit dem Essen von KH morgens und damit dem starken Tangieren des Insulinspiegels als "erste Einstellung des Tages" den Körper auf Zunahme (hormonell) polt, wie hier erklärt. Und hier.

Tatsächlich ist der Körper morgens extrem insulinempfindlich. Wie kann man das nun interpretieren? 

a) Wenn ich schon Probleme mit Insulin/Blutzucker habe (also Richtung Diabetes 2 gehe), dann ist das sicher der falsche Weg.
b) Wenn ich generell keine Probleme damit habe, und auch unter kohlenhydratbetonter Kost immer schlank war, dann ist das sehr wahrscheinlich eine gute Idee.

(Laut SIS ist der Körper morgens noch nicht bereit für (größere Mengen) Fett und tierisches Eiweiß, auch wenn die Erklärung mit dem Eiweiß natürlich vollkommen blödsinnig ist: Es würde zuviel Insulin locken - Kohlenhydrate selbst locken allerdings mehr Insulin als Eiweiß allein; und die Kombi noch mehr als eins davon allein.)

...denn: Damit nimmt der Körper morgens bevorzugt die Kohlenhydrate auf, welche u.a. das Hormon Leptin (=Sättigungsgefühl) ausschütten. So passiert es bei mir: Ich werde schneller satt davon. Der Körper bekommt außerdem den Treibstoff, in dessen Feuer auch das Fett verbrennt. Das Gehirn ist vom Anfang des Tages gut versorgt - und es muss kein Eiweiß verzuckert werden.

Esse ich Fett und Eiweiß, passiert folgendes: Der Körper braucht aber KH, fürs Gehirn. Die bekommt er nicht (in ausreichendem Maß), also verzuckert er das zugeführte Eiweiß. Das außerdem reichlich zugeführte Fett verbrennt er zwar auch im Laufe des Tages ohne dass ich wesentlich an Körperfett zulege (weil ich trainiert bin und nicht mit übermäßig Insulin auf KH reagiere! Und vor allem, weil ich keine hochglykämischen KH und keine Stärke esse - ganz wichtig zu verstehen!), allerdings kann er auch nie mein eigenes Körperfett verbrennen, da ich ja reichlich Nahrungsfett zuführe. Ich esse also insgesamt mehr, kalorisch auch viel mehr, und werde trotzdem kaum satt.

Wer keinen Sport macht, verbrennt auch so gut wie kein Fett, auch in Ruhe nicht. Wer keinen Sport macht, hat auch weniger Muskelmasse (also nochmal weniger Fettverbrennung). Wer aber sportlich mehrmals die Woche aktiv ist, erzieht seinen Körper dazu, auch in Ruhe Fett zu verbrennen und die Glykogenspeicher zu schonen. Und, auch wichtig zu wissen: Er reagiert auf gegessene Kohlenhydrate mit vergleichbar weniger Insulin. Nach dem Sport werden die KH quasi ohne Insulin verstoffwechselt, sie werden geradezu in die Zellen "gesogen". Dieses Prinzip nutzt Carbbackloading. Kohlenhydrate müssen verbraucht werden, bevor man wieder welche isst. 

Bei "schlank im Schlaf" isst man abends LC, was extrem wichtig ist. Gut, das ist nicht immer leicht. Wie gerne habe ich doch gerade abends noch Obst gegessen... ABER ich merke nun schon abends, wie das Körperfett richtig fackelt. Ich merke das auch richtig beim Aufwachen. Es ist ein Gefühl wie Millionen kleine Piekser unter der Haut, besonders wenn man im kalorischen Defizit war. 

Wenn ich dieses Defizit halte, nehme ich tatsächlich TÄGLICH ab! ca. 100 - 300 g. Da ich ja nicht extrem und genaugenommen kein bisschen übergewichtig bin, ist das Wahnsinn. Und natürlich schaffe ich es daher auch nicht jeden Tag, im Defizit zu bleiben. Einen gewissen Anteil Körperfett zu unterschreiten, kann gesundheitlich nachteilig sein. Bei Frauen liegt diese Grenze etwa ab 13 % nach unten. Ich müsste mich ca. bei 17 - 19 % KFA befinden.

Im Grunde sieht es so aus, dass ich an sportlichen Tagen ein Defizit leicht erreiche, was sich auch schon mal auf die 1000 Kcal belaufen kann in der Tagesbilanz durch den Sport. Am nächsten Tag oder den 2 nächsten esse ich dann aber auch schon mal 1000 Kcal mehr als benötigt - genau hier gilt es dann aufzupassen, um den langfristigen Erfolg zu erreichen. Ausschlaggebend ist das Defizit über die Woche. Ich rechne in den Bilanzen auch täglich den Verbrauch durch Sport mit ein; dieser ist natürlich auch ein wenig individuell, aber mit der Zeit lernt man das dann einzuschätzen, so dass die Ergebeniss am Ende übereinstimmen: Die Werte waren dann reell, wenn eine Abnahme erfolgte und auch ein kalorisches Wochendefizit erreicht wurde.

Direkt "schlank im Schlaf" mache ich allerdings nicht, da man hierfür morgens nur etwa 80 g KH isst; ich esse aber eher das doppelte, da ich ja diese auch nicht überwiegend aus Stärke, sprich Glukose, gewinne - sondern mind. zur Hälfte aus Fruchtzucker, welcher eher wie Fett verstoffwechselt wird und auch lange nicht so viel Insulin lockt wie Stärke/Zucker/Glukose. Falls noch jemand dem alten Märchen vom schädlichen Fruchtzucker anhängt, bitte nochmal hier nachlesen, warum Fruktose gesund und lebenswichtig ist. 
Ich persönlich merke, dass es mir auch sehr gut mit Obst geht, zumal die Fruktosemalabsorption bei mir durch die Stärkekost ausgelöst wurde...!!! Und dass Glukose aus der Stärkekost vermehrt zu Entzündungen führt, ist mittlerweile auch bekannt. Fruktose dagegen ist ein starkes Antioxidans und hilft sogar, die Glykogenspeicher aufzubauen. Außerdem hat Obst noch diverse weitere Antioxidantien, während Getreide voll mit Antinährstoffen ist und damit potentiell schadet.

Nun sollte man die Sache mit den KH und Fetten aber geschlechtsspezifisch betrachten: Frauen verbrennen anteilig mehr Fett als Männer und schonen so länger ihre Glykogenspeicher. Männer benötigen mehr KH; für sie macht das System des Carbbackloading daher eher Sinn, welches - Achtung - aber nur für Kraftsport ausgelegt ist. 
Wer sich mittels Ernährung in Bezug auf Ausdauersport verbessern möchte, sollte sich eher an das Prinzhausen-Prinzip halten, welches m.E. aber relativ identisch mit der "anabolen Diät" ist, welche wiederum im Kraftsport erwähnt wird.

"Schlank im Schlaf" hat noch einen wichtigen Aspekt: Die Mahlzeitenfrequenz. Es ist auch hier wichtig, den Blutzucker zwischen den Mahlzeiten zur Ruhe kommen zu lassen. Idealerweise werden daher 3 Mahlzeiten im Abstand von je 5 Std. Pause gegessen. Damit komme ich u.a. aufgrund der Nebennierenschwäche nicht so ganz gut klar, aber kohlenhydratarme Snacks sind dann durchaus ok. Ich esse meist 4 Mahlzeiten. Die Nebennierenschwäche macht das ein bisschen zu Gratwanderung: Wenige Mahlzeiten bedeuten Stress für die NN, und viel Insulin ebenfalls. Und Stärke vertrage ich nicht. Daher komme ich paleo (mit Milchprodukten) mit viel Obst hier aber relativ gut klar und kann meinen Kohlenhydratbedarf soweit stillen, dass ich nicht Unmengen Fett verzehren muss, die mich nicht abnehmen lassen. Irgendwo ist es nämlich schon so, dass das Fett, das man isst, das Fett ist, das man am Körper trägt. Und was die Körperwärme angeht, so kann mich Fett allein nicht wärmen, und Kohlenhydrate ebenfalls nicht. Das schaffen nur beide zusammen, und das wiederum ausreichend auch nur mit Sport...

Was alle Ernährungsformen gemeinsam haben, die funktionieren und auch evtl. noch auf Sport ausgerichtet sind: Sie alle setzen Kohlenhydrate zyklisch ein. Es sind immer kohlenhydratarme Phasen darin; beim Prinzhausenprinzip, der anabolen Diät und Carb Nite Solution wird 1 - 2 Tage die Woche mit Kohlenhydraten geladen, bei SIS vornehmlich morgens, bei CBL täglich abends. Alle anderen Tageszeiten/Mahlzeiten sind kohlenhydratarm, da Kohlenhydrate nun mal der Schlüssel fürs Dickwerden sind. 

Wenn man überhaupt keinen Sport macht, sehr übergewichtig ist und/oder extrem auf Insulin reagiert oder sogar schon Diabetiker ist, kann auch eine durchgehende LC-Ernährung Sinn machen. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass die Schilddrüse schon nach 3 - 4 Tagen "herunterfährt" und damit leider auch den Stoffwechsel verlangsamen kann. Daher sind eingeschobene Ladetage für den Gesunden wahrscheinlich für den Stoffwechsel insgesamt die bessere Lösung.

Wochenbilanz KW 50 – 10.12. - 16.12.


Gewicht Ø 65,5
Sportstunden: 08:11

Flüssigkeit in ml Ø 5590
Sporttage: 6

Kcal Ø 2606
Anzahl Einheiten: 14

Treibstoff-Kcal Ø 2084
Yoga, Turnen 3 00:18 0
Eiweiß in g Ø 127
Laufen 6 06:20 38,3 km
KH in g Ø 217
Radfahren
00:00 0
Fett in g Ø 139
Trampolin, Tanzen 3 01:30
Tagesumsatz netto Ø 1971
Workouts 2 00:03
sportl. Verbrauch Ø 439




Kalorienüberschuss Ø -326




Eiweiß in % Ø 20




KH in % Ø 32




Fett in % Ø 48





Montag, 17. Dezember 2012

...und danke für die zahlreichen Mails!

Ihr Lieben, ich bin überwältigt von so vielen Emails. Ich habe es auch einigen geschrieben; ich habe anfangs nicht aufgepasst und habe ein totales Problem mit meinen Accounts und bekomme diese einfach nicht zusammengeführt (auch wenn ich noch nie ein DAU war, was Computer und Internetz angeht). Daher schaue ich immer nur in Abständen in die Mails, weil ich alles ausloggen und neu einloggen muss, total blöd. Ich arbeite dran...

Aber nun habe ich erstmal alles beantwortet und hoffentlich auch niemanden vergessen. Falls noch jemand auf irgendeine Antwort wartet, scheut euch bitte nicht, mich erneut anzuschreiben.

Ich habe mir überlegt, hier auf dem Blog auch eine Seite direkt für allgemeine Fragen einzurichten. Wem das zu öffentlich ist, kann mir natürlich trotzdem weiterhin mailen.

Ich habe mir jetzt auch noch einen weiteren Skype-Account eingerichtet (lottimonstera), werde gleich mal schauen, wie ich das hier direkt im Blog implementieren kann, damit ihr mich zufügen könnt. (✓)


Ich habe übrigens von Finchen auf "Easy going" ein Buchpaket gewonnen! Ich freu mich so :))))))
 Heute früh um 7 hatte ich nochmal Ultraschall bei der Physio, habe doch noch morgen mal einen Termin. Er meinte gleich, dass es heute schon viel besser aussähe und er letztens richtig geschockt war. Es schlägt jedenfalls an. Jetzt brauche ich nur noch neue Schuhe, muss mit denen erstmal telefonieren zwecks Größenberatung, da ist leider einiges unklar.

Eure Weihnachtslotti ;)

...es war so bitterkalt...!

Sonntag, 16. Dezember 2012

100 Leser - danke euch

Liebe Leser, 

soeben habt ihr die 100 erreicht und ich freue mich sehr darüber!!

Daher möchte ich auch noch schöne Adventsgrüße raushauen, auch wenn ich mich gegen sowas meist von Haus aus irgendwie sträube, nich ;) 

Auch wenn ich es nicht explizit sage, wünsche ich allen einen schönen Aufstieg, äh Weihnachtszeit, lasst euch hoffentlich mit sinnvollen Sachen (Sportklamotten, NEM und sowas ;)) beschenken und esst euch nicht zu kugelrund am Weihnachtsgedöns. 


Wir waren eben noch eine kleine Runde laufen, leider mussten wir Teile davon gehen, weil auf dem Weg noch nicht alles geschmolzen und blöderweise auch vereist war. 
Ich habe gemerkt, wie fit ich momentan bin und bin natürlich total heiß aufs Laufen gerade. Die ~ 4,8 km haben mich auch nicht wirklich zufriedengestellt, daher musste ich noch insgesamt fast ne Stunde trampolinspringen, tanzen und turnen. 

Meine Schienbeine scheinen soweit erstmal wieder einigermaßen hergestellt und ich werde auch langsam etwas leichter. Morgen habe ich den vorerst letzten Termin für Ultraschall bei der Physiotherapie.

Jetzt gibts noch etwas Wirsingkohl, dazu wahrscheinlich noch 2 Röllchen Harzer, lecker. 
Ganz vielleicht auch noch etwas Altenburger Ziegenkäse, der ist herrlich. Hat ja auch Kümmel drin, meinen Kohl koche ich auch mit etwas Kümmel, wie man das halt so macht. Früher habe ich den Kohl in Hefeteig (eigentlich ein Teig für Puris) gepackt und die Dinger frittiert - heraus kamen "russische Kohl-Samosas" :D. Waren unglaublich lecker, auch kalt.

Samstag, 15. Dezember 2012

Welche schädlichen Stoffe gibt es, die man mit Ernährung vermeiden kann? Teil 1

Ja, heute morgen kam mir der Gedanke zu so einem Artikel. 

Oft wird erzählt, dieses oder jenes sei gesund bzw. ungesund. Gerne sind auch die Veganer/Vegetarier dabei, zu verkünden, dass Fleischessen extrem ungesund sei, Herzinfarkt und alle anderen Krankheiten fördere; einen bestimmten Stoff, welcher dann im Fleisch enthalten sein muss und dies auslöst, konnte mir bisher allerdings keiner nennen. Diesen muss es allerdings geben, ansonsten ist die Behauptung völlig haltlos und nicht mehr wert als eine kindliche Phantasie. 
(Oft wird natürlich erzählt, die gesättigten Fette seien bööööse. Dass dies längst widerlegt ist, genau wie auch das Märchen vom bösen Cholesterin, kommt bei einigen auch Ende 2012 schwerlich an. Wahrscheinlich eher, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.) 


Also werde ich mal konkret, da das offenbar nur so wenige können. 


Dieses Gift (ja, Gift!) entsteht beim wasserfreien/-armen Erhitzen von stark kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln wie vornehmlich Kartoffeln und Getreide, und zwar schon ab 120°C, aber in großen Mengen ab ca. 170 - 180°C, durch eine chemische Reaktion der Aminosäuren Asparagin. Acrylamid ist eingestuft als potenziell krebserzeugend[12], erbgutverändernd, giftig, reizend, sensibilisierend und fortpflanzungsgefährdend.

Enthalten in: Pommes, Chips, sämtlichen Backwaren und Broten (!), gebackenen Müslis, Cerealien, Reis- und anderen Getreidewaffeln, Kaffee, Frittiertem, gebrannten Mandeln oder anderen Nüssen,  industriellen Süßigkeiten. 

Lösungen: (Grünen) Tee statt Kaffee trinken (oder eben nur auf Kaffee verzichten), Brot selbst backen (bei Niedrigtemperaturen, unter 125 °C für mehrere Stunden), gekochtes Getreide und Kartoffeln statt Backwaren verzehre (oder noch besser komplett auf Stärkenahrung verzichten).



Die schädlichen Transfette entstehen im Gegensatz zu den natürlichen Transfetten, die im Milch- und Tierfett vorkommen (CLA - konjugierte Linolsäuren, die einen positiven Einfluss auf Gesundheit und Körpergewicht haben) und als gesund und nützlich für den Menschen gelten, aus hochungesättigten Pflanzenölen, und zwar wenn diese ab 130°C erhitzt werden.

Schädliche Transfette kann der Körper als solche nicht erkennen, und "baut" sie daher wie die gesunde Fettsäure in die Zellen ein, die dadurch dann funktionsunfähig werden. Folge ist zellulärer Sauerstoffmangel, außerdem fördern schädliche Transfette Aggressionen. Außerdem setzen schädliche Transfettsäuren stärker als Körperfett an als gesunde Fette.

Enthalten in: (vor allem Vollkorn-)Backwaren, Frittiertem (vor allem wenn mit ungesättigten Pflanzenölen frittiert wird), Industriesüßigkeiten, Fertigprodukten, Blätterteig, Cerealien, gebackenen Müslis, Keksen, erhitzten Nüssen/Ölsaaten, Nuss-Nougat-Cremes, Mayonnaisen, Fertigsalatdressings etc. 

Lösungen: Wenn man mit Vollkorn selbst bäckt, dann bei Niedrigtemperatur, statt gebratenen und frittierten Speisen auf gekochte ausweichen, Pflanzenfette und Fertigprodukte meiden, Nüsse nur frisch bzw. vakuumiert in Rohkostqualität verwenden.



Diese entstehen durch Erhitzen, genau wie die schädlichen Transfette - betroffen sind ebenfalls die hochungesättigten Pflanzenöle. Allerdings können diese Fette sogar ohne thermische Einwirkung enstehen, denn aufgrund ihrer Nichtsättigung sind sie hochreaktionsfreudig und oxidieren daher schon unter Einfluss von Sauerstoff und Licht extrem schnell. Pflanzenöle in Flaschen (Ausnahme ist echtes Olivenöl, weil es einen hohen Ölsäuregehalt hat) sind daher schon im Laden fast immer ranzig, weil sie auch nicht gekühlt werden. 
Flüssige Pflanzenöle müssen unbedingt nach der (hoffentlich kalten) Pressung gekühlt (und rasch verbraucht) werden - aber bitte nicht in der Kühlschranktür, denn Bewegung fördert ebenfalls die Oxidation. Davon abgesehen sind diese Öle (auch nicht oxidiert) sowieso schädlich und in der menschlichen Ernährung schlicht überflüssig. Die Ausnahme gutes Olivenöl muss nicht gekühlt werden.

Oxidierte Fette vermindern die Konzentration der Antioxidantien im Körper und führen so zu oxidativem Stress und vorzeitiger Alterung, außerdem zu Altersflecken.

Enthalten in: siehe ein Punkt darüber, außerdem in Pflanzenfetten wie Distelöl, Leinöl, Rapsöl, Maisöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, altes Frittierfett, Vollkornbackwaren, alten und/oder erhitzten Nüssen und Ölsaaten, Fertigprodukten. Sie entstehen auch beim Braten mit den falschen Fetten (alles außer Ghee/Butterschmalz/Schmalz und Kokosöl ist zum Braten bzw. Erhitzen generell ungeeignet, weil schädlich). 

Lösungen: Natürlich der Verzicht auf die genannten Produkte, außerdem beim Braten nur stabile gesättigte Fette verwenden (Ghee, Kokosöl). Selbst zuhause kochen statt (mit Fett zubereitete) Speisen im Restaurant bestellen oder gar an Imbissbuden essen.
Wenn man mit Vollkorn selbst bäckt, muss dieses direkt nach dem Vermahlen weiterverarbeitet werden, da es sonst mit der Luft oxidiert und bereits vor dem Backen ranzig ist.
Eine gesunde Ernährung mit vielen Antioxidantien (z.B. Vitamin C aus Obst und Gemüse, EGCG aus grünem Tee, Vitamin E aus Avocados, frischen Nüssen). 



Donnerstag, 13. Dezember 2012

Gleitschuhlaufen und anderes

Wir waren letztes Wochenende gleitschuhlaufen, im Schnee. Also auch mit Schnee von oben, und das nicht zu knapp. Da ich Skier eher gewohnt bin als so kurze Blechschienen, die sich zudem auch schlecht steuern lassen, war das oftmals mehr ein Gehumpel - und nicht zuletzt auch wegen des Untergrunds, so dick war der Schnee vor allem im Wald unter den Bäumen oftmals nicht und es gab leider einiges an Geröll... Mir ist in den 2 Stunden, die wir durch den Wald gestapft/geiert sind, bestimmt auch 4 mal ein Gleitschuh abgeflogen. Stürze gabs aber nur bei jedem je einen halben. 

Es war irre kalt, und ich war heilfroh, einen riesigen Schal um-, und eine Mütze aufgehabt zu haben. Ich bin ja jemand, der erst bei deutlich unter 0°C eine Mütze braucht, und bei Bewegung noch weniger. Also haben wir uns immerhin 2 Stunden draußen bewegt, und die Stille und der rieselnde Schnee im Wald waren doch ganz schön, auch wenn ich gegen Ende immer böser gefroren habe. Trotz der Bewegung bin ich gar nicht richtig warm geworden und am Ende mussten wir sogar die Handschuhe tauschen, weil normale Strick-Fingerhandschuhe für mich nicht mehr gereicht haben. 

Momentan laufe ich auch die ~ 5 km zur Arbeit (es joggt sich ganz gut so durch den Schnee); gestern, heute und morgen früh (und nächste Woche) habe ich davor noch Physiotherapie - und zwar Ultraschall. Meine Schienbeine bzw. besser gesagt die Muskeln am Schienbein, werden mit einem kleinen Gerät angeschrien, dass sie jetzt mal gesund werden sollen ;)

Beim Laufen und Gehen habe ich immerhin keine Beschwerden mehr, aber man fühlt (und sieht) schon noch die knöchernen Veränderungen auf der Tibia. Hoffentlich geht das wieder zurück. 

Meine Physiotherapeutin sagt auch, das käme von zuviel laufen auf zu hartem Boden bzw. zu wenig gedämpften Schuhen. So habe ich mal mein nächstes Paar Laufschuhe ins Auge gefasst: Nike Lunarglide+ 3, muss ja nicht immer das hochaktuelle (und damit unverhältnismäßig teurere) Modell (+ 4) sein. Nein, das andere wirds auch tun, schließlich sind weiche Dämpfung und Pronationsstütze genau das, was ich so bitter nötig habe und was diesen Schuh auszeichnet. 

Das Vorhaben, leichter zu werden, läuft seit gestern wieder sehr gut und ich hoffe, dass ich zum Sonntag bei briannas Challenge unter 64 kg sein werde.
Tja, irgendnen Anstoß braucht der Mensch, auch wenn es glaube ich nichts zu gewinnen gibt...

Außer dem Weg zur Arbeit springe ich morgens meist 15 - 20 Min. etwas Trampolin, mache brav meine 12 Sonnengrüße und ein paar Handstände (man will ja nix verlernen) und ein paar Squats.
Wenn es nicht mehr ganz so wenig (< 7 Wochenstunden) an Sport ist, will ich auch wieder Wochenbilanzen einstellen. 

Ansonsten werde ich zunehmend früher abends müde und morgens immer früher wach. Meine Knochen fühlen sich nicht mehr morsch an und meine Beweglichkeit ist sehr gut.

Fotos von heute morgen: 

ca. 65 kg
So, und jetzt bitte 7 kg weniger...

ging ja immerhin schon mal...!

Meinetwegen auch nur 5, wenn 58 kg unrealistisch sind...

Zu wenig Cortisol bedeutet eben auch viel mehr Testosteron, weshalb ich vergleichsweise so schwer bin und nicht danach aussehe (Speck hat eben weit mehr Volumen als Magermasse) - gut, ich bin auch ehrlich gesagt heilfroh, kein schwächelndes Etwas zu sein... Was für eine grauenvolle Vorstellung, sich z.B. nicht auf den eigenen Armen halten zu können! 

Ich brauche kaum trainieren bzw. Ausdauersport reicht schon, um die von mir angetrebte Figur zu bekommen und um die paar Muskeln zu halten. Daher habe ich ja auch mit dem Kraftsport aufgehört. Dafür habe ich offenbar allerbeste genetische und eben spezifisch-hormonelle Voraussetzungen sowie Proportionen, aber ich will so einfach nicht (mehr) aussehen.


Sonntag, 9. Dezember 2012

Ketose, NEG, Milchprodukte

Ich habe das Vorhaben "Ketose" vor 2 Tagen erstmal wieder verworfen, da man mir sagte, dass ich dafür zu viele Extras äße - wie Joghurt und Mandelmus. Um in Ketose zu kommen sollte man noch unter 20 g KH bleiben, bzw. laut der älteren Atkins-Grenze nur bei etwa 5 g KH. Also nur Fleisch, Fisch, Eier, Blattgemüse... hm. Nüsse sind gar nicht erlaubt. Mit Atkins habe ich mich nie direkt beschäftigt, aber diese Phasen scheinen natürlich Sinn zu machen. Also anfangs extrem streng (< 20 g KH) und dann langsam hochgehen mit den KH, um zu schauen, wo die individuelle Abnehm- bzw. Ketosegrenze sich befindet.

Ich wollte also einen Neustart machen, aber da es für uns manchmal schon zu zweit nicht ganz einfach ist, 9 Flaschen Kombucha in 9 Tagen zu trinken, hatte ich geplant, eine kleine Pause einzulegen, um eben u.a. Kombucha zu "vernichten".
Außerdem gibt es natürlich momentan wieder Granatäpfel - irgendwas ist ja immer! Ja, irgendeine Ausrede findet man, wenn man will.
Allerdings zweifle ich ja schon von Anfang an daran, dass ich "so" leben will, zumindest nicht auf Dauer. Und daher ist auch eine kürzere Phase nicht so leicht für mich. Allerdings fand ich die 6 Tage low carb (~ 50 g KH) auch schon sehr aufschlussreich.

Momentan probiere ich ja das NEG (Natürliches Ernährungs-Gesetz) aus, also keine Aufbaueiweiße wie Milch/süße Sahne, Nüsse, Eier, Kernöle etc. Allerdings behalte ich mir 1 - 2 TL Mandelmus am Tag fürs erste noch vor. So ist meine Ernährung eh schon viel fettärmer als vorher und das ist gar nicht einfach für mich. Irgendwo muss man aber auch ansetzen, wenn man abnehmen will. Und da gibts nur zwei Möglichkeiten: Entweder so gut wie keine KH mehr (was ich ja leider noch nicht ganz richtig gemacht habe), oder das Fett reduzieren. Beides nicht so einfach für mich, auf Dauer ist in jedem Falle ein gesunder Mittelweg geplant, da ich merke, dass Fett mir auch große Leistungsstärke beim Sport gibt. Schließlich befinden sich im Muskel auch Fettspeicher, die direkt zur Leistung zur Verfügung stehen. 

Aber nun zum Essen:
Mein momentanes Frühstück ist herrlich, jede Menge Gemüse! 
Wenn ich eine Avocado habe, dann esse ich eine halbe (große) oder eine ganze (kleine) als Guacamole mit Tomaten, Zwiebeln, Pfeffer, Salz, Chili - und in der Pfanne dünste ich mir Zwiebeln, Paprika, Gurke und kleingeschnittene Tomaten an und gebe Feta, Harzer und reichlich Thymian sowie Kräuter der Provence dazu. Das ist sooo lecker mit dem warmen, zerlaufenen Käse! Harzer ist außerdem fast fettfrei, extrem eiweißreich und für mich absolut gut verträglich, deshalb zählt er jetzt zu meinen täglichen Nahrungsmitteln.
Dennoch ist das Frühstück fettbetont, was ich auch beibehalten werden, weil es einfach das beste ist zum Abnehmen, Schlankbleiben, für den Stoffwechsel etc.

Und ihr merkt sicher, ich bin momentan auf die Milchprodukte gekommen. Eier "gehen" ja nun nicht mehr, und Fleisch und Fisch mag ich derzeit kaum - allerdings gibt es momentan auch immer mal "geeignetes" Fleisch auf der Arbeit für mich, daher esse ich meist doch ein wenig. Ich denke allerdings, dass ich das nun auch an sich nicht mehr will und brauche...

Zurück zu den Mipros: Laut Blutgruppentheorie sind bis auf Feta alle Mipros Mist für mich, laut Ayurveda sind für mich so gut wie alle Mipros spitzenmäßig (Vata). Ich hatte ja früher immer gedacht, Milchprodukte verschleimen. Doch das scheint (laut NEG auch logisch) nur für Milch selbst (die eben außer vom Baby nicht schadfrei verdaut wird und auch generell mit anderer Nahrung nicht kombiniert werden darf) zu gelten. Außerdem: Wer, der erzählt, Mipros verschleimten, isst denn kein Getreide? Überhaupt nie? Richtig, keiner. Außer mir. Und bei mir war und ist es immer nur die Stärke, die tatsächlich verschleimt (und eben Milch in nicht verarbeiteter Form). 

Sauermilchprodukte wie Dickmilch, saure Sahne, Joghurt, Kefir, Buttermilch etc. sind im Gegensatz zur Milch sehr gesund. Gesundheit hängt u.a. entscheidend von der Besiedelung der Darmflora ab und wie dort auch alles andere so funktioniert. Und diese Mipros helfen da (natürlich bitte auch nicht im totalen Übermaß genossen) sehr gut.
Käse ist so weit (am besten sollte er etwas älter sein, also nicht gerade Frischkäse) auch gut verträglich laut NEG - und ältere Käsesorten sind von Natur aus laktosefrei, da sie soweit gereift sind, dass die Mikroorganismen alles an Laktose abgebaut haben - Laktose ist evtl. einer der entscheidenden Faktoren der Milch, warum es Milch für die Gesundheit kritisch sein kann. 
Harzer ist übrigens auch ein Sauermilchprodukt.

Man schaue sich auch mal diese hochinteressanten Studienergebnisse an: 
Käse und fermentierte Mipros sind ganz offensichtlich viel unproblematischer bzgl. Krebs als  Vollmilch, sogar eher noch protektiv gegen Krebs, während Vollmilch offenbar stark Brust- und Prostatakrebs födert. 

Meinem Darm geht es, seit ich so viele Mipros (und Calcium) konsumiere, auch eindeutig besser. Laut Ayurveda und Yoga ist eine laktovegetarische Ernährung auch die gesündeste Art, sich zu ernähren. Ich möchte zufügen: laktovegetarisch, aber vor allem getreide- und zuckerfrei. Getreide ist insgesamt eine stark problematische Nahrungsquelle, weil es fast nie korrekt so zubereitet wird, dass davon keine gesundheitliche Gefahr mehr ausgeht. Zudem gibt es noch das immerwährende, unsichtbare Risiko des Befalls mit Aflatoxinen - ebenso bei Nüssen und Kaffee.

...dass man weiterhin keine Chemie und industriell verarbeitete Produkte isst, wenn man sich gesund ernährt, versteht sich von selbst. Ob laktovegetarisch so tatsächlich das beste ist, weiß ich noch nicht. Natürlich hängt auch viel von der Qualität der Milchprodukte selbst (Fütterung!) ab - das mal außen vor. 

Ich sehe am Cronometer zumindest, dass ich auf hohe Calciumwerte mit dieser Ernährung komme - aber nicht das erforderliche Maß an Magnesium dazu erreiche. Ca und Mg sollten im Verhältnis 2:1 im Körper vorliegen, das sei ideal. Wenn ich kein Mg supplementiere, erreiche ich dieses aber nicht. Ich schaffe etwa 1500 mg Ca, aber durch die Nahrung nur ca. 600 mg Mg - und das mit recht viel Gemüse. Aber wer weiß, vielleicht wäre es auch der natürliche Zustand, das Magnesium (wie ich es ja auch tue) überwiegend transdermal aufzunehmen? Duch baden im Meer oder in mineralhaltigen Seen z.B...

Noch was leckeres zum Abschluss: 
Momentan ist wieder Orangenzeit und daher mache ich mein Lassi nun mit frischem Saft. 1 Gläschen Joghurt (ca. 150 - 170 g) und der Saft zweier frisch gepresster Orangen, eine Prise Vanille und ggf. etwas Süßung vermixt, ergeben ein absolut göttliches Getränk, vor allem nach dem Sport. 

Achja, und hier ist der rein theoretische Futterplan - ausgelegt auf eine Laufeinheit am Nachmittag und Fußweg 2 x 4,4 km zur Arbeit am Mittag:



Mittwoch, 5. Dezember 2012

Lakritz, Ketose, Tallarico

Da ich ja unter der Nebennierenschwäche leide, soll Lakritz/Süßholzwurzel gut für mich sein. 
Medherbs hat auch Süßholzwurzel im Angebot, diese kann man einfach mit kochendem Wasser aufbrühen und als Tee genießen. 

Aber ich hab gerne auch was zum Naschen, und da habe ich im Netz 2 Quellen für reines Lakritz. natürlich ohne Zucker oder auch weiteren Müll, gefunden: 


Ich werde wohl bei beiden demnächst mal bestellen. 

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Heute war ich wieder laufen und es war einfach an-stren-gend. Puh. Nun sind also die KH auch aus den Muskeln raus und ich habe gut nach Luft geschnappt, musste zeitweise trotz des eh schon langsamen Tempos gehen. Tja, die reine Energiegewinnung aus Fett läuft eben nur aerob. Ohne genug Sauerstoff geht da gar nix. Zwar sind auch immer ATP und Kreatinphosphat für kurze Hochbelastungen bis 7 Sekunden da, doch das nützt natürlich wenig, wenn man 45 Min. laufen geht. Langsam zu laufen mit guter Technik ist viel schwieriger als etwas schneller...

Ich nehme an, in Ketose zu sein. Heute ist der 5. Tag low carb (unter 50 g KH) und davor war ich auch nicht high carb dabei. Von einem Übergang war aber nichts zu bemerken, und auch sonst bemerke ich keine Veränderung. Gut, gestern hatte mein Gedächtnis 2 kleine Aussetzer. Habe ich allerdings erst heute bemerkt... 

Ansonsten geht es mir jedenfalls wie immer, und ich hatte ganz schön Hunger nach dem Lauf heute. 
Ich möchte erstmal 12 Tage durchziehen, dann werde ich 1 oder 2 Tage mit nicht zu hochglykämischen KH (Äpfel, Granatäpfel, Apfel-Aprikosen- bzw. Apfel-Mango-Mark, Grapefruitsaft, Kombucha, evtl. Traubensaft, Buttermilch) laden. Das soll dann evtl. so weiterlaufen, dass  ich 5 Tage low carb bzw. ketogen fahre und 1 - 2 Tage KH lade (und möglichst fettarm an diesen Tagen esse). Anabole Diät bzw., auf Ausdauersport gemünzt, Prinzhausen-Prinzip. Dies ist wichtig, damit die Schilddrüse auf Trab bleiben. Diese bildet nämlich ausreichend T3 nur, wenn in der Leber KH gespeichert sind. 


Die letzten Tage hatte ich erhebliche Verbindungsprobleme mit dem Netz, und da hab ich mir den schnell gespeichert und dann gemütlich durchgearbeitet. 

Es geht in dem Artikel (der offenbar schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat) jedenfalls darum, dass  sog. Aufbaueiweiße schädlich für den Körper seien. Dies sind alle als Nahrungsmittel gebräuchlichen Dinge, aus/von denen Leben entsteht: alle Samen/Keime/Getreide (und Öle daraus), alle tierischen Eier, reifen Hülsenfrüchte und Milch in ihrer Grundform sowie süße Sahne. 

Das hat mich natürlich insbesondere wegen der Eier erschreckt, die ich doch eher in Massen die letzen Jahre konsumierte. Tja... prinzipiell glaube ich ja erstmal das meiste, was logisch ist - anders könnte es passieren, dass man sich selbst die Tür zu weiterem Wissen zuschlägt, und das wäre ja sehr dumm. Einen Versuch ist es wert, warum auch nicht. Ich hab ernährungsmäßig so viel bisher durchgemacht und auch schon ausgeschlossen, da ist das ein Witz. 

Ich werde also wahrscheinlich eine Weile auf Eier verzichten. Momentan habe ich ja meinen Milchproduktekonsum eh sehr hochgeschraubt um meinen Calciummangel zu beheben, was offenbar auch ganz gut gelingt. Ob ich auch auf Mandelmus verzichten können werde, weiß ich noch nicht. Ich habe mir gestern erstmal wieder ein Glas gekauft (verbrauche ca. eins a 330 g die Woche).

Ich frühstücke derzeit gebratenes Gemüse: Zwiebel, Paprika, Tomaten, (Gurke) mit 3 Sorten Käse: Feta, Harzer und ein bissel Gouda. Dazu Thymian. Sooooo lecker sag ich euch! Nein, noch vermisse ich die Eier kein Stück. Omelett esse ich derzeit nicht wegen dem Obst. 

Gestern und heute hatte ich mir jedoch je 1/4 (ca. 50 g) Granatapfel gegönnt, damit bin ich noch unter 50 g KH geblieben. 

Wenn es euch interessiert, kann ich auch mal ketogene, aktuelle Tagespläne reinstellen.



Montag, 3. Dezember 2012

Ketose - laufen - abnehmen - Pranayama

Ich wollte schon die letzten Tage bloggen, war dann abends aber entweder zu müde und gestern hat das Internet auch durchgehend Verbindungsprobleme gemacht (und die hat es glaube ich, heute immer noch). 

Ich werde abends, man könnte schon sagen zunehmend früher, schlagartig müde. Wenn ich diesen Punkt überschreite, kommt es meist dazu, dass ich noch essen will. Also lieber auf den Körper hören und schlafen legen, auch wenn es erst halb 10 ist...

Ich habe beschlossen, der Ketose noch eine Chance zu geben, sonst werde ich ja nie wissen, wie es ist. Mit dem festen Willen, es diesmal auch endlich durchzuziehen, wenn ich das Schwächeln anfange, habe ich am 01.12. also damit begonnen, unter 50 g KH zu bleiben. An dem Tag waren es auch nur 33 g KH. 

Laufen waren wir auch Samstag, auf dem Sportplatz. Und was soll ich sagen, meine Schienbeine taten kein bisschen mehr weh! Hurra!!!! :)))))))) 
So habe ich danach noch eine kleine Strecke bis zum Feld angehängt. Insgesamt etwa 6 km. 
Allerdings merke ich, dass ich ganz schön mit der Laufleistung abgebaut habe, was mich natürlich ärgert. Fortschritte sind willkommen, Rückschritte natürlich nie und nirgends, klar... 

Ich bin 2  400er gelaufen, in ca. 1:30 Min. 
Dann wollte ich nicht mehr.
Allerdings liegt meine 400er-Zeit auch etwas drüber, Greif hat einen Rechner dazu.
Für die 47:05 Bestzeit müsste ich mit 1:33 auf der Runde trainieren, und zwar natürlich so, dass ich das 10 - 15 mal laufen kann... 
Aktuell wäre ich vielleicht bei 53 - 55 Min., was dann auf mind. 1:45 für 400 m hinausläuft. 

Und weil es am Samstag so gut mit den Knochen ging, wollte ich gestern natürlich auch unbedingt laufen. Straße! 
Ich muss mich momentan noch etwas an die neue Technik gewöhnen, aber es geht super. Ich habe mich sehr leicht und gut gefühlt, trotz der Brooks (meine schwersten Laufschuhe) an den Füßen. Aber ich wollte kein Risiko eingehen - die Brooks sind etwas gedämpft und sehr stabil. Ich kam ziemlich gut und locker vorwärts mit der Technik, doch es überforderte meine Ausdauer dann doch manchmal, vielleicht auch wegen der kalten Luft, und so machte ich einige kurze Gehpausen.

Leider fing auf dem Rückweg dann doch mein rechtes Schienbein wieder leicht an zu schmerzen. Also bin ich den größten Teil ab da gegangen. Dann fing es auch noch an zu schneien, und ich kam erst im Dunkeln nach Hause. Schön war es trotzdem. 

Außerdem springe ich auch wieder Trampolin, so etwa eine Viertelstunde morgens, im Anschluss mache ich noch 12 Sonnengrüße und Handstand. 

Von Ketose merke ich noch nichts. Es ist sowieso seltsam: Ich habe keinen gesteigerten Appetit auf Kohlenhydrate, alles ist im grünen Bereich. Natürlich will ich auch abnehmen durch die Ketose. Man kann auch mit einem Kaloriendefizit abnehmen, doch das bekomme ich unmöglich länger als 2 Tage hin. Außerdem kann ich ja aktuell immer noch nicht so viel Sport machen wie ich möchte (dann wären die KH auch kein Thema), und Sport dämpft den Hunger bei mir schon extrem bzw. ich habe desto mehr extremen Hunger, je weniger ich mache. Außerdem ist Ketose extrem eiweiß- bzw. muskelschonend, was natürlich ein starker Vorteil ist. Ohne Ketose oder überhaupt eine gute Ketolysefähigkeit verzuckert der Körper bei Kohlenhydratengpässen dann doch zuviel Eiweiß. Das nimmt er sich dann auch gerne mal aus dem Bindegewebe und lässt damit Dehnungsstreifen enstehen.

Ich habe am Samstag nur 1783 Kcal gegessen - und bin satt dabei geworden. Mit Kohlenhydraten, selbst den wenigen und niedrigglykämischen die ich verzehre, absolut undenkbar! 
Und nun hoffe ich, dass es also bald ans Körperfett geht. Zwar bin ich mit der Figur recht zufrieden und finde die meisten typischen dünnen Läuferinnen überhaupt nicht schön anzusehen (Ausnahme ist natürlich Janeth Jepkosgei; die meisten Europäerinnen sehen einfach sch... aus) - und dicke erst recht nicht, haha ;D, aber mit fast 70 kg (Klamotten und Schuhe kommen ja beim Laufen selbst auch noch dazu) kann ich unmöglich gut laufen. Und meine Knochen werdens mir auch danken.

Ich bin nun immerhin schon auf 65,1 kg runter. 58 sollens werden, wenn es geht. 

Seit 3 Tagen mache ich auch wieder Pranayama. Sinn ist natürlich in erster Linie, die Lungenkapazität zu steigern, was mir denke ich auch ganz gut gelingt. Die halbe Stunde am offenen Fenster morgens investiere ich gerne...
Bei Anuloma Viloma brauche ich für die 10 Runden (= 20 mal atmen) so um die 18 Minuten. Gestern hatte ich da einen ganz langen Atem, und der reguläre Rhythmus von 4-16-8 (Sekunden einatmen, halten, ausatmen) ist mir schon lange viel zu kurz. So war ich gestern bei etwa 7-35-15, was ja fast eine Minute ist. Heute war mein Atem allerdings nicht ganz so lang. Ich erinnere mich aber noch an die ersten Yogastunden, als ich schon mit 4-16-8 extreme Probleme hatte. Man wird schnell besser wenn man öfters übt.